13.10.2017 - 16:10 Uhr
MähringOberpfalz

Jagdhündin von Förster Josef Andritzky bei internationaler Zuchthundeprüfung ganz vorne Dank Super-Gina nach Afrika

Gina vom Grenzkamm kann nichts aus der Ruhe bringen. Bei der Zuchtauslese-Prüfung in Grömitz an der Ostsee hat die 18 Monate alte Jagdterrier-Hündin ihre (Spür-)Nase ganz weit vorne. Sie ist unangefochtene Siegerin dieses internationalen Wettkampfs.

Gina vom Grenzkamm und Züchter Josef Andritzky in Action: Gleich geht die Jagd los.
von Ulla Britta BaumerProfil

Mähring. Josef Andritzky, Förster und Zuchthundewart für Jagdterrier, hält einen Gutschein in Händen, der ihn bald einige Tausend Kilometer weit weg bis nach Afrika bringen wird. "Wir gratulieren dem Gewinner dieses Gutscheines im Rahmen der "Dr.-Lackner-Gedächtnisprüfung" zur Jagd in Namibia auf einer der Farmen der Jagdgruppe Keiler", steht auf dem Dokument geschrieben. Nimmt man es genau, hat sich den Preis Josef Andritzky nicht ganz allein verdient. Denn bekommen hat er die tolle Auszeichnung nebst Erinnerungsteller für die Wohnzimmerwand, weil seine Zuchthündin Gina vom Grenzkamm bei besagter Prüfung mit 316 Punkten als Beste von 29 Teilnehmern abschnitt. Wann die Reise losgehen wird, steht noch in den Sternen und muss gut geplant werden. Auf alle Fälle nimmt Andritzky seine Frau Brigitte mit. "Ich gehe aber lieber auf Foto-Safari", freut sich diese schon auf Löwe, Giraffe, Nashorn und Co.. Gina muss daheim bleiben, für sie sind die "Big Five" aber auch wirklich eine Nummer zu groß. Dafür ist die kleine, drahtige Jagdterrier-Dame beim Aufspüren und Stellen von Haar- und Federwild in der Heimat und in ganz Deutschland ziemlich taff drauf. Immerhin hat sie in diesem Jahr bereits zweimal ihre Mitbewerber aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Dänemark bei den wichtigsten Zuchthunde-Prüfungen für Jagdterrier aus dem Rennen gekickt.

Josef Andritzky und Gina vom Grenzkamm stellten sich vom 28 bis 30. September der strengen Prüfungskommission in Schleswig-Holstein. Keine leichte Herausforderung, denn die Schiedsrichter schauten mit scharfen Augen auf die exakte Arbeit der Hunde und begleiteten jeden Schritt. Für Gina kein Problem. Souverän folgte sie unter anderem der 600 Meter langen Schweißfährte und bekam hier Zusatzpunkte für eine freiwillig geleistete Geschicklichkeitsübung. "Die Prüfer waren begeistert", freut sich Andritzky über sein kluges Hundemädchen. Gina musste unter anderem Kaninchen "zutragen", Federwild im hohen Gras aufspüren, Enten aus dem Wasser bergen oder im dichten Schilfgürtel eines Sees finden. Ausgesprochen kritisch sind Prüfungsaufgaben mit Einsatz von Jagdwaffen. Denn die Hunde sind natürlich bei Schusslärm, genauso wie Menschen, zuerst enorm schreckhaft. Sowohl im Wasser, als auch auf sich allein gestellt in einem Waldstück zeigte Gina mit Abstand, dass sie ein absolut tauglicher Jagdhund mit Verlass-Garantie ist.

Strenge Disziplin

Für Josef Andritzky ist das eine besondere Freude, denn bei diesen Prüfungen können kleinste Verfehlungen der Hunde das Aus bedeuten. Teils durfte sich Gina keinen Zentimeter von der Stelle bewegen, bis sie von ihrem Herrchen dazu aufgefordert wurde. Einen toten Fuchs, der genauso groß ist wie sie selbst, rückwärts aus einer vier Meter langen Röhre ziehen, ist auch nicht eben eine leichte Übung. Fährtenlaute geben beim Stöbern und bei einer Treibjagd richtig reagieren, waren da nur noch Peanuts für die schlaue Hündin aus Mähring. 316 Points - die volle Punktzahl - gab es für derart viel Disziplin, Lernfähigkeit und Vertrauen zwischen Hund und Züchter.

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