29.04.2018 - 20:00 Uhr
MähringOberpfalz

Schaffers-Kapelle erstrahlt im neuen Glanz: Der Gottesmutter geweiht

Die "Schaffers-Kapelle" erstrahlt in neuem Glanz. Mit einer Maiandacht wird am Dienstag das 60-jährige Bestehen des kleinen Gotteshauses gefeiert.

An der Schaffers-Kapelle wird am Dienstag ab 14 Uhr eine Maiandacht gefeiert. Dazu ist die gesamte Bevölkerung eingeladen. Bild: jr
von Josef RosnerProfil

Großkonreuth. Ganz versteckt liegt die "Schaffers-Kapelle", noch vor Beginn der Ortschaft Großkonreuth in einem kleinen Waldstück. Die Kapelle wurde jetzt neu hergerichtet. Anlass ist das 60-jährige Bestehen des kleinen Kirchleins.

Dazu findet am Dienstag, 1. Mai, eine Maiandacht bei der Kapelle statt, Beginn 14 Uhr. Ausrichter ist der Katholische Frauenbund Großkonreuth, der sich freut, dass die Maiandacht von der "Falkenberger Zoiglmusik" umrahmt wird. Mit dabei sind Pfarrer Dr. Charles Ifemeje und die Firmkinder. Bei schlechtem Wetter findet die Maiandacht in der Pfarrkirche statt. Im Anschluss sind die Gäste zu Kaffee und Kuchen ins Feuerwehrhaus eingeladen, auch da unterhält die weithin bekannte "Falkenberger Zoiglmusik". Eingeladen ist die gesamte Bevölkerung.

Die Kapelle liegt idyllisch am früheren Kirch- und Schulweg von Frauenreuth nach Großkonreuth, oberhalb des Laubwaldes "Schaffersbühl". Die Kapelle ist nur vier Quadratmeter groß. In der Mitte steht die Gottesmutter, der die Kapelle auch geweiht ist. Der Entstehung geht eine längere Geschichte voraus. Ende des 19. Jahrhunderte erwarb Franz Härtl, ein Sohn des oberen Müllners, den Schafferhof für 11 000 Gulden. Zu ihm gehörte auch das Waldstück, in dem ein rund drei Meter großes Kreuz stand. 1909 baute Franz Härtl eine neue Scheune und brachte das Feldkreuz an der Giebelseite an. Zu Füßen des Gekreuzigten stand die schmerzensreiche Muttergottes, mit einem Schwert in ihrer Brust. Nach Bitten des damaligen Ortspfarrers Albert Fischer bekam 1948 das Kreuz mit Gottesmutter einen neuen Ehrenplatz in der Pfarrkirche, neben dem Johannes-Seitenaltar, wo es auch heute noch steht. August, ein Sohn von Franz Härtl, bekam den Wald und ein Stück Wiese als Aussteuer mit. Nachdem dieser kinderlos blieb, überschrieb er seiner Schwester Sofie das Grundstück. Sie fühlte sich verpflichtet, an dem Ort, wo früher das Kreuz am Waldesrand stand, eine Kapelle zu errichten. Die Kapelle wurde 1958 gebaut. Gleich neben der Kapelle steht eine Bank, die zur Besinnung und Gebet einlädt.

Im Jahre 2001 wurde das Grundstück mit der Kapelle von der Marktgemeinde Mähring erworben. Die Kapelle wird seit 1985 von der unmittelbar benachbarten Familie Wolfgang Üblacker liebevoll gepflegt.

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