Steine aus Lebensweg räumen

Der Männerchor des Heimatvereins stimmte die Senioren mit Weihnachtsliedern auf die Adventszeit ein. Unterstützt wurden sie von Konrad Weis mit der Gitarre. Bilder: wg (2)
Vermischtes
Mähring
05.12.2016
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Der Nikolaus war gekommen, um den Anwesenden die Leviten zu lesen. Da es nicht so viel zu beanstanden gab, hatte er für alle Geschenke mitgebracht, die er mit seinen Helferinnen verteilte.

Für ein nettes Rahmenprogramm war gesorgt, als der Nikolaus die Senioren der Gemeinde mit Geschenken bedachte. Die Besucher nutzten die Stunden gerne zum gemütlichen Plausch.

Im frisch renovierten Jugendheimsaal und an weihnachtlich geschmückten Tischen genossen die Senioren der Pfarrei Mähring einen besinnlich-fröhlichen Nachmittag. Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und Pfarrer freuten sich über den guten Besuch der Adventfeier, bei der genügend Zeit zum Unterhalten blieb.

Rosa Schöner begrüßte alle Gäste und Mitwirkenden, an der Spitze Pfarrer Armin Maierhofer, der zum ersten Mal bei der Adventsfeier in Mähring dabei war. Charmant führte sie durchs Nachmittagsprogramm. Ein besonderer Dank galt dem Männerchor des Heimatvereins für die musikalische Unterhaltung.

Pfarrer Maierhofer betonte, dass noch nicht Weihnachten ist, sondern Advent: "Wir bereiten uns vor auf die Geburt Jesu." Der Seelsorger hatte eine Meditation zum Advent mitgebracht. "Ebnet den Weg für den Herrn", war seine Botschaft. "Der Weg ist holprig oft und kaum gerade: Das Leben kennt ein Auf und Ab." Es gebe Steine, die behindern und stolpern lassen: den Stein der Krankheit und der Schmerzen, den Stein des Leidens und der inneren Not, den Stein des Zweifelns und der Bitterkeit, den Stein der Sünde und des Scheiterns, wusste der Pfarrer. Jetzt, im Advent, sei die Zeit da, sich nicht mehr resignierend abzufinden mit allen Steinen. Vielmehr sei die Zeit gekommen, der Sehnsucht nachzuspüren nach einem Leben ohne Steine - die Zeit zu schauen, welche Steine man selbst zur Seite rollen kann und welche so verfestigt sind, dass man mit ihnen leben muss.

"Es ist die Zeit, vor allem darauf zu vertrauen, dass Gott die Macht hat, Steine wegzuräumen, dass er die Kraft gibt, mit dem Leben auszukommen, selbst wenn es augenblicklich Wüste ist", unterstrich der Seelsorger. Jetzt im Advent sei die Zeit, dass Träume von ebenen Wegen endlich Flügel bekommen. "Denn ganz in meiner Nähe steht schon der, auf den Johannes hinweist: Jesus Christus, mein Erlöser, der uns so viel Trost und Stärke geben will, dass all die hinderlichen Steine ihre Macht verlieren - selbst wenn sie liegen bleiben müssen." Pfarrer Maierhofer wünschte allen, sich auch mal eine Stunde Zeit für die Besinnung zu nehmen: "Das ist der Advent."

Bei Lebkuchen, Spekulatius, Dominosteinen und Plätzchen, heißem Punsch und alkoholfreiem Glühwein lauschten die Senioren den Vorträgen und der Musik. Bei den bekannten Liedern wurde auch mitgesungen. "Es wird scho glei dumpa", "Süßer die Glocken nie klingen", "Lasst uns froh und munter sein", "Fürchtet euch nicht" und andere Weisen stimmten auf die Vorweihnachtszeit ein.

Rosa Schöner las einige Geschichten vor, unter anderem die von einem Mann, der seiner Frau ein Weihnachtsgeschenk machen will. Sie ist unzufrieden, weil sie kein Geld will, sondern was "Schönes". Doch das war gar nicht so einfach, wie sich herausstellte. Erna Weis, die Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes, der die Bewirtung übernahm, las mit ihrer Stellvertreterin Brigitte Hofmann eine humorvolle Geschichte von Toni Lauerer. "Die Weihnachtskarten" brachte die Senioren zum Schmunzeln.

Zum Schluss kam dann der Nikolaus (Robert Kraus). In seinem Goldenen Buch hatte er allerlei Begebenheiten aus dem sich dem Ende neigenden Jahr notiert. Lob galt Pfarrer Maierhofer, der es mit der Tradition halte und deshalb ein "Rundum-Sorglospaket" eingeführt habe. Dank sagte der Nikolaus auch an die Damen, die den Verein in Schwung halten: "Da halfen die jungen Alten, das renovierte Jugendheim so zu gestalten." Jedem einzelnen Besucher überreichte er ein Geschenk.
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