Manteler Feuerwehr mobilisert noch einmal alle Kräfte
Brodeln in der Hexenküche

Noch einmal Kräfte sammeln und kräftig mitmachen. Am Sonntagabend fanden auch mal Helferinnen ein bisschen Zeit um mitzufeiern. Die "Isartaler Hexen" heizten die Stimmung an und sorgten für Brodeln im Festzelt. Bilder: sei (2)
Freizeit
Mantel
10.07.2017
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Drei Tage feiert die Feuerwehr 150-Jähriges. Zum Abschluss am Sonntagabend lassen die Manteler die "Isartaler Hexen" einfliegen.

Neben den großen Programmpunkten waren es viele kleine Details, die das Fest besonders machten. Die Festdamen hatten Tonkrüge mit ihrem Namen drauf und zu den Festdirndln passende Blumen. Die Bedienungen in der Bar outeten sich mit Schriftzug auf ihrem Shirt als "Bar-Tussi" und "Festmami". Sabine Krauß hatte "Alles im Griff", wie ihr Shirt-Aufdruck bestätigte. Wenn es offizielle Worte zu sagen gab, war zweiter Vorsitzender Richard Kammerer zur Stelle, die restliche Mannschaft sorgte für einen reibungslosen Ablauf der Festtage.

Auch die Pfarrer Andreas Ruhs und Dekan Johannes Lukas fanden beim ökumenischen Gottesdienst am Samstagabend erheiternde Worte. Ruhs erinnerte an ein früheres Jubiläum, wo die Pfarrer mit einem Ochsenschild über den Köpfen die Messe zelebriert hatten - das Logo der damaligen Band. "Wir sind auch nicht die SaXndi-Brothers, wie diesmal auf dem Logo steht, sondern nur die Pfarrers". 150 Jahre Feuerwehr sei einen Moment der Besinnung wert, weil die Feuerwehr 150 Jahre Dienst am Nächsten geleistet habe. "Es geht um Leben und Tod." Die Festdamen sprachen die Fürbitten, alle das Feuerwehrgebet, und die Manteler Feuerwehrmannschaft stand auf, um den Segen zu empfangen. Dekan Lukas segnete auch die Fahnenbänder der Festdamen, der Weidener und der Hüttener Feuerwehr. Die Kollekte ging an die Notfallseelsorge. Der Posaunenchor unter Leitung von Veronika Weber überraschte zum Abschluss mit dem Stück "Probealarm" mit Trillerpfeife und Tatütata. Bürgermeister Stephan Oetzinger zapfte mit drei Schlägen das Fass Festbier an. Mit der Band "SaXndi" reisten die Festgäste dann musikalisch durch Europa, angefangen im Münchner Hofbräuhaus, über die Schweiz mit dem "Appenzeller-Jodler" nach Österreich zum Song "Steirermen".

Schirmherr Landrat Andreas Meier fasste sich beim Grußwort am Sonntag zum Festzug bewusst kurz und scherzte, die größte Gemeinschaftssauna des Landkreises sei dieses Festzelt. Oetzinger bestätigte, die Feuerwehr Mantel habe in den vergangenen 150 Jahren bewiesen, dass sie schwierigste Einsätze meistern könne, aber auch dass sie auch beim Feiern spitze sei.

Beste Stimmung herrschte am Sonntagabend beim Abschluss mit den "Isartaler Hexen" . Wieder standen die Festgäste feiernd auf den Bänken. Ob beim "Isartaler Hexentanz", beim "Knallroten Gummiboot" oder "Böhmischen Traum" - sie sangen und klatschten mit. Es war womöglich eine der letzten Gelegenheiten in unserem Raum, die "Hexen" zu erleben, weil Bandchefin Ulla nach 40 Jahren in den Ruhestand geht. Die "Hexen" gehen 2018 auf Abschiedstournee.
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