27.02.2018 - 20:00 Uhr
Mantel

Pater Klaus derbleckt Manteler Prominenz Oetzinger bald Scheich

Vom "narrischen Trampl" in den USA bis zu Hans Kick - Fastenprediger Pater Klaus spannt beim 15. Starkbierfest der Freien Wähler und in seiner 10. Fastenpredigt einen weiten Bogen. Gut gelaunt lässt sich die örtliche Prominenz derblecken.

Zehnjähriges Jubiläum feierte Pater Klaus am Samstag als Fastenprediger bei den Freien Wählern in Mantel.
von Eva SeifriedProfil

Der Prediger startete im Gasthaus Hauptmann mit der Weltpolitik und dem "narrischen Trampl" aus den Staaten. Auch Martin Schulz bekam sein Fett weg: "Am gleichen Abend noch verkündete er im Kämpferton: "Wir gehen in die Opposition. Doch als aus Jamaika wurde nix draus, da dachte Schulz, wie komm ich jetzt aus der Nummer raus?" Pater Klaus spekulierte, weshalb Seehofer seinen Rücktritt angekündigt hat: "Den Söder hätt' ich noch ertragen, doch bei einem Oberpfälzer tut selbst mir die Kraft versagen", meinte er auf Landtagskandidat Stephan Oetzinger gemünzt.

Als Bürgermeister-Nachfolger in Mantel beleuchtete der Redner Richard Kammerer und Reinhold Meier, CSU, sowie Daniela Fuhrmann, SPD. Die Zustände im Manteler Netto-Markt beschrieb Klaus so: "Oft wird man in dem Saftladen erinnert an die DDR, denn grad am Wochenende sind viele Regale einfach leer.".

Zur Naabbrücke hieß es: "Eine Lichtsignalanlage regelt nun die Vorfahrtsfrage." Für große Heiterkeit sorgte die Spekulation, dass die Probebohrungen für den Brückenneubau ein ganz anderes Ziel haben könnten: "Wer woiß wos is vom Bauamt des wirkliche Ziel, vielleicht vermuten's da unten Erdöl recht viel. Dann wäre Mantel wirklich reich, und aus'm Oetzinger würde statt einem Landtagsabgeordneten a Scheich." Zum nicht bebauten Altenheimgelände merkte der Prediger an: "Unkraut pflanzt sich fort, der Platz ist ein rechter Schandfleck im Ort. Geht das so weiter, siedelt sich noch ein seltener Käfer an, das ruft dann die Naturschützer auf den Plan. Dann würde sich der Altenheimbau so lange hinziehen wie der Bau des Flughafens in Berlin."

Hans Kick vom Verein "Alts Glump" war ebenfalls Ziel des Spotts: "Das Traktortreffen Sonntagfrüh losgeht, fragt sich nur, wann der Kick-Hans aufsteht. Denn jeder, der ihn kennt, weiß, dass er gerne und lange pennt. Doch das Bett hat ihn ausgelassen, der kann ja sein eigenes Fest nicht verpassen." Natürlich erwähnt der Prediger auch den Kreisverkehr und den vor vielen Jahren gescheiterten Bayernring. "Bayernring wurde es also keiner, dafür eine Nummer kleiner, und so heißt nun dieses Ding Kreisverkehr statt Bayernring. Über Sinn und Zweck lässt sich furchtbar gut streiten, doch bietet der Kreisel neue Möglichkeiten."

Der Adel (FWG-Vorstand Janner, Anm. d. Red.) könne sich zum Beispiel da droben mit seinen Inlinern austoben und stelle nun in diesem Verlauf, Runde für Runde neue Rekorde auf." Nicht unerwähnt blieben Pfarrerwechsel und ein Friseurbesuch eines Mantelers in Weiden, weil es den "Boder-Kare" nicht mehr gibt. Pater Klaus hatte immer passende Trinksprüche auf Lager. Beim politischen Teil ruft er so dann: "Wenn morgens früh um acht bei dir zu Haus die Sonne lacht, hat das in Bayern die CSU gemacht. Hat es aber Hagel, Eis und Schnee, war es ganz bestimmt die SPD."

Petra Franke ließ in einem Gedicht die Zeit mit Pater Klaus in Mantel Revue passieren. Eva Seifried überreichte eine Urkunde für die zehnte Fastenpredigt und einen Brotzeitkorb. Nach der Rede sorgte Alleinunterhalter Walter Kobel mit Wirtshausliedern für Lacher. Stimmung kam auf, als das Lieblingslied von Hans Kick erklang: "Joana, geboren, um Liebe zu geben".

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