15.03.2014 - 00:00 Uhr
MantelOberpfalz

33 neue Mitglieder in der Selbsthilfe Mantel - Bürgermeister in der Vereinsführung Einmaliges Sozialwerk

Die Selbsthilfe, eine Unterstützungseinrichtung bei Sterbefällen, ist nach wie vor ein etablierter Verein in Mantel. Im vergangenen traten 33 Mitglieder ein, 18 sind gestorben. Die Selbsthilfe hatte zum Jahresende 1403 Mitstreiter. 266 leben außerhalb der Marktgemeinde.

Stephan Oetzinger (Zweiter von rechts) ist Vorsitzender der Selbsthilfe. Im Amt blieben die Kassiererin und die beiden Beisitzer. Zweite Bürgermeisterin Rita Steiner (Zweite von links) lobte das Engagement des Vorstands zum Wohl der Mitglieder. Bild: sei
von Eva SeifriedProfil

Die neuen Mitglieder sind im Schnitt 27 Jahre alt, erfuhren die Zuhörer in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus "Hallermichl". Seit Vereinsbestehen wurden 1029 Sterbefälle registriert und 592 391 Euro Sterbegeld ausbezahlt. Vorsitzender Stephan Oetzinger dankte Hauptkassiererin Ulrike Schiller und Unterkassiererin Ingrid Zwerenz, die die Abwicklung des Sterbegeldes und des Beitrags übernehmen.

Beitritt bis 35

"Damit die Selbsthilfe als Umlagesystem funktionieren kann, braucht es immer neue Mitstreiter. Da sind wir alle gefordert", sagte Oetzinger. Werbung in Familie und Freundeskreis sei wichtig, der Eintritt nur bis zum 35. Lebensjahr, mit Karenzzeit bis zum 40. Lebensjahr, möglich, merkte der Sprecher an.

Schriftführerin Monika Puff erinnerte an die Erhöhung des Sterbegeldes auf 1450 Euro im Vorjahr und der damit verbundenen Beitragserhöhung auf 1,20 Euro. Die Kasse sei fast immer ausgeglichen, da die Beiträge erst bei Sterbefällen kassiert und gleich wieder ausbezahlt werden. Jedes Jahr wird ein Teil des Vorstands umbesetzt. Vorsitzender ist nun Rathauschef Oetzinger. Kassiererin Ulrike Schiller bleibt ebenso im Amt wie die Beisitzer Evi Jankowski und Gerhard Seiser. "So ein einmaliges Sozialwerk gibt es in keiner anderen Ortschaft", lobte zweite Bürgermeisterin Rita Steiner die Selbsthilfe.
Sabine Kroy-Leci vom ambulanten Pflegedienst "Sonnenschein" informierte die Mitglieder über die Möglichkeiten der Pflege sowie Pflegeschulungen und Beratungen. Eine Alternative zum Heimaufenthalt sei die 24-Stunden-Betreuung. Es gebe auch die Tagespflege, eine Zusatzleistung bei den Pflegestufen I, II oder III.

Änderung seit Januar

"Man muss zwischen Krankenkasse und Pflegekasse unterscheiden", betonte Kroy-Leci und erklärte die Leistungen, die Patienten in den Pflegestufen zustehen. Sie machte pflegende Angehörige auf die Möglichkeit zusätzlicher Betreuungsleistungen aufmerksam.

Üblich sei derzeit eine Kombipflege, die Angehörige und Pflegedienst zusammen schultern. "Seit Januar bezahlen die Krankenkassen auch eine Beratung für pflegende Angehörige", stellte Kroy-Leci fest. Die Fachfrau hatte die wichtigsten Neuerungen in einem Leitfaden zusammengefasst, den sie den Zuhörer überreichte.

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