Friedrich Janner bleibt Vorsitzender - Alte Häuser sanieren statt neue Baugebiete ausweisen
Freie Wähler für weniger Ausgaben

Wenig Änderung gab es in der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler im Gasthaus "Zur Post". Vorsitzender bleibt Friedrich Janner (links) mit Stellvertretern Petra Franke (Dritte von links) und Reinhold Hartwig (Dritter von rechts). Neuer Beisitzer ist Werner Paulus. (Vierter von links). Bild: sei
Lokales
Mantel
18.04.2013
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Nur wenige Änderungen gab es bei den Neuwahlen der Freien Wähler. In der Jahreshauptversammlung im Gasthaus "Zur Post" bestätigten die Mitglieder Friedrich Janner als Vorsitzenden bestätigt mit den Stellvertretern Reinhold Hartwig und Petra Franke. Die Kasse führt weiter Harald Dobner, Schriftführerin blieb Eva Seifried.

Besitzer sind Werner Paulus, Gabi Paulus, Hans Reil und Herbert Steiner. Die Kasse prüfen Alfons Heindl und Richard Kaiser.

Vorsitzender Janner blickte auf den Familienausflug, das Entenrennen, den Hutza-Abend und das Starkbierfest zurück. Dazu kamen Veranstaltungen zum Volksbegehren und zur Umgehungsstraße. Zudem hat die Partei die Herbstbasare der Eltern-Kind-Gruppen mitorganisiert.

Das Finanzpolster ist trotz eines kleinen Minus' solide. Von der Arbeit der Marktratsfraktion berichtete Franz Sperl. Jeder FWG-Marktrat stimme nach seinem Gewissen ab, ohne Fraktionszwang.

Bauherren nicht behindern

Bei den Bauanträgen sollten die Bauherren so viele Freiheiten wie möglich bekommen, so lange es die Nachbarn nicht einengt. Der Anhänger für die Feuerwehr sei eine notwendige Anschaffung gewesen. Auch die Erweiterungsfläche für den Friedhof als Baugebiet mit sechs Parzellen ergebe Sinn, da die Urnenbeisetzungen fast die Hälfte aller Beerdigungen ausmachten und immer weniger Gräber gebraucht würden. Dafür werde die Urnenwand erweitert.
Der Antrag von Franz Sperl auf Zone 30 in der Schulstraße habe erfreulicherweise bewirkt, dass nun alle Wohnstraßen in Mantel zur 30er-Zonen umfunktioniert werden, mit Ausnahme der Hauptstraßen.

Laut Sperl sei der Haushalt 2013 leichter zu schnüren gewesen als in den Jahren vorher. Das sei aber kein Grund, Geld zum Fenster hinauszuwerfen. "Die Gemeindekasse ist kein Selbstbedienungsladen", so Sperl. Bei den Wünschen und Anträgen reklamierte Josef König aus Rupprechtsreuth, der als Verbandsrat im Zweckverband für Wasserversorgung sitzt, dass die landwirtschaftlichen Pächter der Grundstücke im Wasserschutzgebiet nicht über die Vorschriften informiert seien. Der Nitratgehalt von zwei Brunnen sei bedenklich, auch wenn das Wasser, das aus den Leitungen fließe, den Vorgaben entspreche.

Herbert Steiner informierte über den Wasserzweckverband. Vorsitzender Friedrich Janner stellte nochmal die Denkschrift für das Wahlprogramm vor. Bevor weitere Baugebiete ausgewiesen würden, sollten laut Janner Leute finanziell unterstützt werden, die im Ortskern investieren und alte Häuser sanieren möchten. Außerdem gebe es im Ortskern 130 erschlossene Bauplätze. "Außer Mantel dürfte es keine Gemeinde geben, die sich zwei Schulkomplexe leistet", bedauerte Janner das Problem der Verwendung und der laufenden Kosten der alten Schule und der Mehrzweckhalle.

90 000 Euro Zinslast

Janner liegt auch die ständig steigende Pro-Kopf-Verschuldung im Magen. "Im Moment zahlen wir alleine 90 000 Euro Zinsen im Jahr. Wenn bei jeder Maßnahme Schulden hängenbleiben, ist der finanzielle Kollaps absehbar." Nach Meinung der FWG scheine der Grundsatz zu gelten, dass Geld, das man nicht habe, oder das einem nicht gehöre, am leichtesten auszugeben zu sein.
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