Großer Frauentag in Steinfels wegen Regens nicht unter freiem Himmel - Fünf Geistliche
"Der Himmel ist kein Ort"

Für ihre liebevoll gebundenen Kräuterbuschen ernteten die Manteler Frauen viele Komplimente. Bild: hok
Lokales
Mantel
18.08.2014
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"Der Herr hat es anders entschieden", bedauerte Pfarrer Armin Spießl, dass der Gottesdienst zum Steinfelser Ablassfest vom Freien nach St. Peter und Paul in Mantel verlegt werden musste. Der Regen hielt die zahlreichen Gläubigen und Fahnenabordnungen aber nicht davon ab, den "Großen Frauentag" mitzufeiern.

Die Stadtkapelle Grafenwöhr begleitete musikalisch. Den Festgottesdienst feierten in Konzelebration Hermann Eckl, Studentenpfarrer der katholischen Hochschulgemeinde Regensburg, Pfarrer Armin Spießl, Pfarrvikar Saji Nellikunnel, die Ruhestandspfarrer Egid Mühlbauer, Hermann Kellner und Diakon Anton Feil.

"Mariä Himmelfahrt ist ein großer Frauentag. Maria ist von Gott aufgenommen, wir feiern die Lebendigkeit und Buntheit in unserem Glauben", predigte Spießl.

"Was hat unser Leben für einen Sinn?", fragte Studentenpfarrer Eckl. "Wir haben einen tieferen Sinn in und mit Gott", gab er als Antwort. Daneben ging er mit dem Jugendwahn ("so alt wie die Menschheit") ins Gericht. Doch das gehe oft böse aus. "Denn zum Menschsein gehören Grenzen unweigerlich dazu. Je länger wir leben, desto mehr werden uns unsere Grenzen bewusst. Maria ist da stellvertretend für alle Menschen eine Perspektive. Sie ist mit Leib und Seele in den Himmel aufgefahren."Dabei müsse uns aber klar sein, dass der Himmel kein Ort, sondern ein Wort sei, dass wir uns nicht ausmalen können. Am Ende segnete Eckl die in mehreren Körben vor dem Altar aufgebauten Kräutersträußchen. Frauen aus Mantel hatten sie gebunden. Der Erlös aus dem Verkauf der Buschen, ist für die Schlosskapelle Steinfels bestimmt.
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