25.09.2006 - 00:00 Uhr
MantelOberpfalz

Landtagsabgeordneter Georg Stahl schaltet die Staatskanzlei ein - Problem Sand- und Kiesabbau Forst bremst Bayern-Ring-Pläne

von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Der geplante Bayern-Ring bei Mantel kam am Rande der CSU-Klausur in Kloster Banz zur Sprache. Landtagsabgeordneter Georg Stahl unterhielt sich darüber mit Staatskanzleichef Eberhard Sinner. "Er fordert einen Business-Plan und ein Finanzierungskonzept, dann können wir Mitte Oktober über den Motorsportpark auch einmal in München reden", sagt Stahl.

Spitzengespräch

Der Pirker hatte bereits Mitte August in dieser Sache an Ministerpräsident Edmund Stoiber und die Kabinettsmitglieder Josef Miller, Werner Schnappauf und Erwin Huber geschrieben. In seinem Brief hatte er ein Spitzengespräch über den Bayern-Ring vorgeschlagen. Jetzt soll Sinner die Angelegenheit in die Hand nehmen.

Der Markt Mantel kämpft um die Ansiedlung der Rennstrecke auf einem 185 Hektar großen Gebiet vor seinen Toren. Bürgermeister Josef Wittmann spricht von einer Investition von 20 Millionen Euro und 40 Vollzeitarbeitsplätzen sowie mindestens der gleichen Anzahl an Teilzeitjobs. Hinter dem Projekt steht der Weidener Automobilclub AvD mit Präsident Helmut Prem.

Einen entscheidenden Schritt ist er noch nicht weitergekommen. Offenbar stellt sich die Bayerische Staatsforsten quer. Sie baut in dem außermärkischen Gebiet Sand und Kies ab. Ein gutes Geschäft: Die Vorkommen haben beachtliche Qualität und sind wohl noch über über ein Jahrzehnt weiter nutzbar. Der Forst denkt auch über Nassabbau nach, sprich eine Grabung bis in drei Meter Tiefe. Aus Sicht der Behörde ist dies mit dem Bayern-Ring kaum zu vereinbaren.

Wittmann bleibt trotzdem dran. Mantel müsste die außermärkischen Flächen zwischen dem Gewerbegebiet "Luderhäusl" und Grub eingemeinden. Das ist noch längst nicht alles. Flächennutzungsplan, Bebauungsplan, Umweltverträglichkeitsprüfung, Lärmschutz und eine FFH-Prüfung wären für das Projekt zu beachten. Mit die höchsten Anforderungen stellt der Naturschutz. Für etliche wertvolle Areale müssten große Ausgleichsflächen geschaffen werden. Eine Bebauung des Motorsportparks ist jedoch lediglich auf 50 Prozent des rund drei Kilometer langen und ein Kilometer breiten Gebiets vorgesehen.

In Weiden gescheitert

Der AvD wollte den Bayern-Ring ursprünglich auf Weidener Gebiet (Manteler Forst) verwirklichen. Die Bundeswehr lehnte aber eine zivile Nutzung des Standortübungplatzes im Frühjahr ab.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.