27.01.2004 - 00:00 Uhr
MantelOberpfalz

Neues Manteler Gewerbegebiet noch nicht der große Renner - Interessenten mahnen Tempo an Viel Platz im "Luderhäusl"

Der Name klingt anrüchig, das Gebiet ist jedoch ganz und gar nicht zwielichtig. In "Luderhäusl" am westlichen Ortsrand, Richtung Steinfels, stellt der Markt Mantel sechs Hektar Gewerbeflächen zur Verfügung. Auch wenn der Bebauungsplan noch nicht beschlossen ist, haben drei Betriebe bereits Interesse an einer Ansiedlung signalisiert.

von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Der bekannteste ist Janner Waagen. Die alteingesessene Firma am Marktplatz würde sich eventuell in "Luderhäusl" niederlassen. "Das ist aber alles noch in der Schwebe", dämpft Inhaber Siegfried Janner voreilige Erwartungen. Er möchte sorgfältig abwägen und habe auch noch einen anderen Standort in der Umgebung von Mantel im Auge. Nicht zuletzt wegen Janner will Bürgermeister Josef Wittmann die Erschließung und Genehmigung von "Luderhäusl" vorantreiben.

Janner beschäftigt 15 Mitarbeiter und ist Spezialist für Vertrieb, Service, Verleih und Eichung von Waagen vom Milligramm-Bereich bis zu 200 Tonnen. Kunden sind Labors, Handels- und Industrieunternehmen in ganz Deutschland.

Unentschlossen ist auch Elektroinstallateur Karl Hofmann, der eine Werkstatt und eine Lagerhalle bauen will. "Man wird von der Gemeinde ständig vertröstet, es sollte schneller vorwärts gehen", begründet er seine Haltung.

Die Garten- und Landschaftsbaumeisterin Barbara Schröder-Fellner hätte ebenfalls "wegen Investitionen und Abschreibungen" schon vor dem 31. Dezember 2003 Nägel mit Köpfen gemacht. Vorerst hat sie ihre Planungen für einen eventuellen Umzug nach "Luderhäusl" auf Eis gelegt. "Zurzeit habe ich kein Interesse, aber es kommt natürlich auf den Preis an."

Über den ist sich auch Wittmann noch nicht im Klaren. "Ich stelle mir einen vor. Es laufen noch Verhandlungen." Insgesamt 37200 Quadratmeter bebaubare Fläche möchte das Rathaus anbieten. Im Mai will der Markt mit der Erschließung beginnen, die laut Wittmann nicht besonders aufwändig werden dürfte. Eine Wasserleitung und ein Abwasserkanal laufen bereits am Areal vorbei. Allerdings müsste das Gelände wegen des recht hohen Wasserspiegels um rund einen Meter aufgefüllt werden.

Mit dem Forstamt Pressath ist der Bürgermeister wegen Ausgleichsflächen in Steinfels im Gespräch.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.