Pfiffige Aktion zur Finanzierung der Sanierung des evangelischen Gemeindehauses
Alte Fenster noch was wert

Helga Steiniger (rechts) hatte die zündende Idee, die ausgebauten Fenster des evangelischen Gemeindehauses zu verkaufen, um damit Entsorgungskosten zu sparen und Einnahmen für die neuen Fenster zu erzielen. Annette Punzmann (links) unterstützte die Aktion. Die beiden Damen waren überwältigt vom großen Erfolg. Bild: sei
Lokales
Mantel
05.09.2014
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Wer ein altes Haus saniert, wird mit vielen Problemen konfrontiert, die häufig zusätzliche Kosten bedeuten. So ging es auch der evangelischen Kirchengemeinde. Im evangelischen Gemeindehaus waren die alten Fenster, die grob geschätzt 40 Jahre alt waren, undicht und mussten erneuert werden.

Da das Haus denkmalgeschützt ist, war der Einbau von Holzfenstern vorgeschrieben. Die Entsorgung der alten Fenster hätte mit über 200 Euro zu Buche geschlagen wie Herbert Steiner vom Kirchenvorstand erklärte. Helga Steiniger hatte die zündende Idee, die alten Fenster doch zum Verkauf anzubieten.

Dekoratives Händchen

Da sie selbst ein dekoratives Händchen hat, wusste sie, dass so ein altes Fenster, beschriftet oder verziert, noch guten Dienst tun kann. Annette Punzmann unterstützte sie. Die Aktion wurde in einem Artikel in unserer Zeitung veröffentlicht, und schon nach kurzer Zeit hatten alle 23 alten Fenster neue Besitzer gefunden. Ein Flügel kostete fünf Euro. Eine Interessentin kaufte gleich sechs Stück. "Wir hätten mindestens noch zehn weitere Fenster verkaufen können", so die beiden Frauen. Viele der neuen Besitzer der alten Fenster nahmen die Dekorations-Vorschläge auf. Einige wollen sie auch als Mistbeetfenster nutzen, einer baute ein Fenster in ein Gartenhäuschen ein.

Viele Spenden obendrauf

Es kamen auch noch ordentlich Spenden zusammen, und so konnten nicht nur die Entsorgungskosten von 200 Euro gespart, sondern auch gleich ein neues Fenster für rund 500 Euro plus Einbau davon bezahlt werden. Teilweise fanden auch die Rahmen noch Abnehmer.

Die Kirchengemeinde mit Pfarrer Andreas Ruhs, Steiniger und Punzmann sowie der Kirchenvorstand dankten allen, die die Aktion unterstützt haben. "Wir haben beim Fensterverkauf zuerst die Manteler Einwohner berücksichtigt, aber dann kamen noch Interessenten aus den umliegenden Ortschaften", bilanzieren Steiniger und Punzmann.
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