03.09.2010 - 00:00 Uhr
MantelOberpfalz

Stolze Bilanz des 84-jährigen einmaligen Sozialwerks - Unterstützungseinrichtung bei ... Halbe Million Euro für tote Mitglieder

Mittlerweile über eine halbe Million Euro Sterbegeld ausbezahlt, 963 Sterbefälle betreut und das alles in 84 Jahren, lautete die stolze Bilanz, die Stephan Oetzinger vorstellte. "Dies ist nur durch das einmalige Umlage-System der Selbsthilfe möglich und durch die große Zahl unserer Mitglieder", erklärte der Vorsitzende des größten Vereins des Marktes.

von Eva SeifriedProfil

Seit der Gründung des Vereins wurden genau 505 190,96 Euro Sterbegeld ausbezahlt. Im laufenden Jahr betreute die Selbsthilfe bis zum 1. September elf Sterbefälle. Insbesondere die Tätigkeit der Unterkassierin Hildegard Schätzler, die bei jedem Todesfall von den Mitgliedern einen Euro einkassiert sowie die Tätigkeit von Kassierin Ulrike Schiller, die sich um die Auszahlung des Sterbegeldes an die Hinterbliebenen kümmert, seien dabei von großer Bedeutung. "Funktionieren kann dies alles aber nur dann, wenn der Verein weiterhin neue Mitglieder gewinnt."

Bei Todesfall zahlen

Beim Tod eines Mitgliedes zahlt der Verein derzeit 1280 Euro an die Hinterbliebenen aus. Das Geld kommt von keiner Versicherung, sondern ist die Umlage aus dem einen Euro Beitrag pro Sterbefall. Da das Geld erst dann einkassiert wird, wenn ein Mitglied stirbt, hat der Verein keinerlei Kapitalstock. Deshalb gibt es für die Mitglieder auch keine Probleme, sollten sie in die Lage geraten, Hartz IV empfangen zu müssen.

Eintritt bis 40 Jahre

Um aufgenommen zu werden, darf man nicht älter als 35 Jahre sein und muss im Markt seinen Erstwohnsitz haben. Ein späterer Eintritt bis zur Vollendung des 40. Lebensjahres ist als Sonderregelung möglich, wobei hier in einer fünfjährigen Karenzzeit ein vermindertes Sterbegeld ausbezahlt wird. Eine Gesundheitsprüfung findet nicht statt.

Sollte jemand wegziehen, bleibt die Mitgliedschaft bestehen. Die Beiträge werden dann im Lastschriftverfahren erhoben. Derzeit beträgt der Altersschnitt 53 Jahren. Das durchschnittliche Eintrittsalter liegt bei 26 Jahren. "Um diese schnelle und unbürokratische Form der Unterstützung beneiden uns viele Gemeinden," berichtete Oetzinger. Der Erfolg des Vereins sei vor allem auch in der engagierten Arbeit der Vorstandsmitglieder begründet.

"Insbesondere mein Vorgänger Günther Sparrer hat hier sehr vieles geleistet," lobt der zweite Bürgermeister. In seiner bis März reichenden Amtszeit habe nicht nur die Mitgliederverwaltung auf EDV umgestellt, sondern auch für einen Internetauftritt gesorgt.

Weitere Informationen im Internet:

http://www.selbsthilfe-mantel.de

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