Erboste Markträte
Ampelregelung auf der Haidenaabbrücke ein Aufreger

Politik
Mantel
18.05.2017
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Die Ampelregelung an der sanierungsbedürftigen Haidenaabbrücke ist ein Aufreger. Eine Frechheit, erhöhte Unfallgefahr, schlechte Planung sind Stichwörter, die zu diesem Thema in der Marktratssitzung fallen.

Manfred Klier (SPD) plädierte für eine Drei-Ampel-Regelung. Die dritte Ampel hätte an der Einmündung der Freihunger Straße zur NEW 21 platziert werden müssen, um Manteler Verkehrsteilnehmer vorrangig auf die Kreisstraße Richtung Weiherhammer zu leiten. Reinhold Meier (CSU) fand es eine Frechheit gegenüber den Bürgern. Seit 2004 sei bekannt, dass die Brücke kaputt ist und dennoch gebe es nun keinen Sanierungsplan. "Heute früh um 8 Uhr standen die Autos in Mantel bis zum Marktplatz hoch."

Daniela Fuhrmann (SPD) befürchtete eine erhöhte Unfallgefahr, weil viele Verkehrsteilnehmer auf die ohnehin stark frequentierte Weidener Straße ausweichen. Alle Fraktionen wollen über ihre Abgeordneten Druck ausüben, um eine schnelle Regelung zu finden. Bürgermeister Stephan Oetzinger berichtete zudem von seinem Schreiben an das Innenministerium. Siegfried Janner (CSU) prophezeite, dass die zweite Brücke nach Weiherhammer nicht nur für etwa zwei Wochen, sondern für mindestens sechs bis acht Wochen gesperrt sein wird.

Für Lärmschutz sorgen


Oetzinger verkündete des Weiteren die Förderzusage aus dem Kommunal-Investitionsprogramm für die energetische Sanierung des Gemeindezentrums "Alte Schule". In Sachen Planfeststellung für die Verlegung der Kreisstraße NEW 21 nimmt der Markt zu Lärmschutzmaßnahmen Stellung. Sie sollen beim Kreisverkehr an der Hüttener Straße bis Durchlass Hohlbach beim VfB-Gelände auf der östlichen Seite in die Planung einbezogen werden. Es könnte eine Bepflanzung mit Bäumen oder Sträuchern sein.

Das war vor allem Richard Kammerer (CSU) wichtig, der selbst betroffen ist. "Was nützt es, wenn der Verkehr aus dem Ort draußen ist und andere Einwohner dann den Lärm haben?" An die Firma Haber & Brandner ging der Auftrag, die Figuren des Wegkreuzes Moritzweg/Etzenrichter Straße für 3285 Euro zu restaurieren. Mit dem Bayernwerk wird ein Vertrag über den Umbau von zwei Lampen und den Neubau der Straßenbeleuchtung im Baugebiet Schlossäcker zum Preis von 16213 Euro geschlossen.

Während alle anderen Beschlüsse einstimmig fielen, gab es bei der Erschließung des Baugebietes Schlossäcker und der Errichtung eines Kreisverkehres vier Gegenstimmen von SPD und FWG. Der Auftrag zum Preis von 1 595 964 Euro ging an die Bietergemeinschaft Bauer, Erbendorf/Braun, Weiden. Franz Sperl (FWG) stellte den Antrag, den Kreisverkehr aus der Erschließung herauszunehmen, weil dieser allein schon 500 000 Euro koste. Fuhrmann plädierte dafür, den Tagesordnungspunkt zurückzustellen. Die SPD habe erst kurzfristig Akteneinsicht nehmen können. SPD und FWG unterlagen aber der CSU-Mehrheit. Der Auftrag für die Kanalisation "Wirtspaint" ging an die Firma Kraus, Mantel, für 329 028 Euro.

Geld fürs Taxi


Alexander Schmid hatte auf einen positiven Vorbescheid für den Abbruch der Scheune und Neubau einer Werkstatt in der Etzenrichter Straße 5 a gehofft. Der Antrag wurde jedoch auf Anraten von Meier und Klier an den Bauausschuss verwiesen. Beim Antrag von Werner und Gerhard Wurzer zum Neubau eines Zweifamilienhauses im Moritzweg 8 a wurde auf Anregung von Christoph Müller (CSU) hinzugefügt, dass für das Grundstück Moritzweg 8 b die Zufahrt in der Bauphase gewährleistet sein muss.

Die Schule Weiherhammer erhält für eine Klassenfahrt fünf Euro pro Tag und Manteler Kind Zuschuss. Je 50 Euro Zuwendung erhalten Donum Vitae Weiden, Kreisjugendring Neustadt für das Fifty-fifty-Taxi und die Caritas Weiden für den Sonnenzug. Der alte Holder-Schlepper wird im Internet angeboten.

SommerspaßDer Sommer kann kommen. Wie Bürgermeister Stephan Oetzinger bekannt gab, ist die Liegewiese am Manteler Baggerweiher für Badegäste vorbereitet, Toilettenhäuschen sind aufgestellt, die Wasserwerte in Ordnung. (sei)
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