15.09.2017 - 16:08 Uhr
MantelOberpfalz

38-Jähriger wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft Arbeitskollegen mit Beil attackiert

Der Streit schwelte offenbar schon seit mehreren Wochen. Am Freitagmorgen kam es dann zur Attacke. Auf einem Firmengelände in Mantel griff nach Angaben der Polizei ein 38-Jähriger einen 40-Jährigen mit einem Beil an und verletzte ihn so schwer, dass zunächst sogar Lebensgefahr bestand. Der Vorwurf lautet auf versuchten Mord.

Auf einem Firmengelände in Mantel griff nach Angaben der Polizei ein 38-Jähriger einen 40-Jährigen mit einem Beil an.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Der Ermittlungsrichter erließ noch am gleichen Tag Haftbefehl gegen den 38-Jährigen. Er kam in eine Justizvollzugsanstalt. "Wir gehen aktuell von einem versuchten Tötungsdelikt aus", hatte Dietmar Winterberg, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, am Freitagvormittag gesagt. Zu dieser Zeit war noch unklar, ob ein versuchter Totschlag oder ein versuchter Mord als Tatvorwurf im Raum steht.

Der Vorfall ereignete sich gegen 6.30 Uhr. Der 38-Jährige hatte sich laut Winterberg seinem Kollegen von hinten genähert und ihn mit einem Beil angegriffen. Dabei wurde das Opfer, ein verheirateter Familienvater aus dem Landkreis Neustadt/WN, an Oberkörper, Hals und Kopf lebensbedrohlich verletzt.

Ein Kollege setzte den Notruf ab. Auch der Rettungshubschrauber Christoph 80 war vor Ort. Nach der Notversorgung wurde das Opfer jedoch mit dem Sanka abtransportiert. Winterberg: "Nach der Notoperation im Krankenhaus bestand nach Auskunft der Ärzte keine Lebensgefahr mehr für den 40-Jährigen."

Der mutmaßliche Täter flüchtete nach der Attacke. Er wurde gegen 7.30 Uhr festgenommen. Die Beamten stellten auch das Tatwerkzeug sicher. Ein großes Polizeiaufgebot war vor Ort, auch um Spuren zu sichern. Die Kriminalpolizei Weiden hat die Ermittlungen übernommen.

Die in den zurückliegenden Wochen erfolgten Auseinandersetzungen drehten sich offenbar um die Arbeit. Die genauen Hintergründe müssen nach Auskunft von Winterberg allerdings erst noch geklärt werden. Die Weidener Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet.

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