18.03.2018 - 18:50 Uhr
Mantel

Dinner for One auf oberpfälzisch in Mantel Ins Bett von Stephan Oetzinger

Den berühmten Sketch "Dinner for One" kennt vermutlich fast jeder. So wie beim Starkbierfest in Mantel war er aber noch nie zu sehen.

Mit drei Schlägen und einer kleinen Nachbesserung zapfte Bürgermeister Stephan Oeztinger das erste Fass Naabecker Doppelbock an.
von Eva SeifriedProfil

Beste Stimmung herrschte am Samstag beim Starkbierfest der Feuerwehr im Gerätehaus. Das "Krautkopfduo" aus Rogenstein ließ immer wieder ein Prosit der Gemütlichkeit ertönen und hatte auch Hits wie "Achy breaky Heart" drauf, zu dem die Feuerwehrfestdamen aus Weiherhammer Werbung für ihr Fest 2019 machten. Die Manteler Feuerwehrmädchen Vanessa und Celina Brüderer verstärkten sie.

Zuvor hatte Bürgermeister Stephan Oetzinger das erste Fass Doppelbock angezapft. Mit Spannung erwarteten die vielen Gästen dann den Auftritt der Manteler Floriansjünger. Diesmal gab es "Dinner for one" in oberpfälzisch. Der Butler (Richard Kammerer) hieß natürlich Ritchie. Aus Miss Sophie wurde dank Wolfgang Janner Gräfin Wolfi vom "Kloidaffl".

Kammerer hatte sich stilecht in einen Frack mit Schwalbenschwanz geworfen, die Gräfin Wolfi trug ein rotes Cocktailkleid mit passenden Pumps und "Faszinator" auf dem gelockten Kopf. Wie im Original saßen bereits verstorbene Freunde der Gräfin am Tisch: Der frühere Ministerpräsident Franz Josef Strauß, Gustl Bayrhammer mit seinem Pumuckl, Modezar Rudolph Moshammer mit seiner Daisy und die "Jugendliebe" der Gräfin, der Monaco Franze. Butler Ritchie stolperte aber nicht über ein Tigerfell, sondern über einen überdimensionalen Teddybär.

Das Dinner begann oberpfälzisch mit einer "Oaschlochsuppn" wo zur Erheiterung der Gäste frische Eier etwas unsanft samt Schale im Suppenteller landeten. "O leck, is die Suppn fett, da brauch ma an Schnaps", forderte Gräfin Wolfi, und Ritchie schenkte großzügig Kümmel ein. Zweiter Gang war a "Fischerl". Zur großen Gaudi öffnete der Buttler eine Dose Bratheringe. Zum "Fischerl" wollte die Gräfin noch a "Weinderl" und auch das bekam sie serviert. Wie im Originalstück musste Kammerer dann für die Gäste mittrinken. Wie er später bestätigte, wurde alles mit "echtem Alkohol" gespielt und so stieg auch die Stimmung bei den Akteuren. Zum Hauptgang "Leberkas" passte dann der Doppelbock.

Urkomisch waren die perfekten "Stolperer" über den Teddy und auch die gekonnten Sprünge drüber. Wohl kein "Freud'scher Versprecher", sondern ein Hinweis, dass sich die Manteler durchaus einen "Ministerpräsidenten" aus ihrem Ort vorstellen könnten, war die Anrede von Ritchie an den Ministerpräsidenten "Franz-Josef Oetzinger". Nach dem "Selben Schmarrn wie jed's Jahr" waren Butler und Gräfin müde. Mangels eines Betts im Feuerwehrhaus luden sie sich bei Bürgermeister Oetzinger, der ja gleich dort um die Ecke wohnt, ins Schlafgemach ein.

"Well, I will do my very best", versprach Ritchie bevor er unter großem Beifall mit seiner Gräfin und Bürgermeister Oetzinger in die Bar verschwand. Einen kurzen Gastauftritt hatte stellvertretender Feuerwehrkommandant Martin Göppl, ihm kippte der Butler die Nachspeise, einen Pudding mit Vanillesoße auf Hemd und Hose.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.