18.10.2017 - 20:00 Uhr
MantelOberpfalz

Friedensgebete in St. Moritz Gebete gegen Terror und Krieg

"Der Wunsch nach einer Welt ohne Terror und Krieg verbindet die Christen beider Konfessionen zu einer weltweiten Gemeinde." Das betont Pfarrer Stephan Rödl beim ersten Friedensgebet in der Moritzkirche.

Junge Frauen aus der evangelischen Kirchengemeinde begleiten die Friedenslieder mit Flöten und Gitarrenspiel. Bild: sei
von Eva SeifriedProfil

Die Initiative ging vom Förderverein St. Moritz aus, der den Gebetsabend zusammen mit Mitgliedern der evangelischen Kirchengemeinde vorbereitet und gestaltet hat. "Wir stehen mit unserem Gebet um den Frieden nicht allein, Gott steht hinter uns, sagte Pfarrer Rödl. Lieder wie "Gib uns Frieden jeden Tag" oder "Meine Hoffnung, meine Freude" begleiteten Elke und Katrin Wiesner, Rosi Uschold, Renate Buchfelder und Gisela Prölß mit Flötenspiel, Melanie Häckel an der Gitarre.

Pfarrer Andreas Ruhs sagte im Eingangsgebet: "Gott, vor dich tragen wir unsere Angst und unsere Ohnmacht, Ratlosigkeit und unsere Sehnsucht nach Frieden für alle Menschen." Lektorin Sabine Pröls wies auf die Ratlosigkeit vor dem Missbrauch von Macht hin, stellte die Frage nach dem Sinn und rechten Weg und verwies auf die Not, in die viele Unschuldige durch Kriege geraten. Marie-Luise Preischer zitierte: "Denn von Zion kommt die Weisung des Herrn. Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern und Winzermesser aus ihren Lanzen." Irmgard Ermer verlas Fürbitten, bei denen für die Verantwortlichen der Vereinten Nationen ebenso gebetet wurde wie für unschuldige Opfer, aber auch für jene, die sich mit Terror und Gewalt an der Macht halten. Still konnte jeder Gläubige sein persönliches Anliegen vor Gott bringen. Für jede Bitte zündete Renate Puckschamel eine Kerze an und stellte sie auf die Altarbrüstung. Gemeinsam beteten die Gläubigen das Friedensgebet 2017, verfasst von Schwester Nazik Khalid Matty.

Nach dem Segen durch Pfarrer Ruhs und Pfarrer Rödl zogen zuerst die Geistlichen und dann die Musikerinnen gefolgt von den Gläubigen aus der Kirche. Erst im Freien, bei Kerzenlicht, klangen die letzten Liedtöne aus. Künftig wird es abwechselnd im Herbst einmal eine Taize-Andacht und im anderen Jahr ein Friedensgebet geben.

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