29.01.2018 - 11:52 Uhr
MantelOberpfalz

Gefahren bei Waldarbeit erkennen!. Spillwindenkurs im Gemeindewald Weiherhammer

Waldarbeit birgt bekanntlich viele Gefahren. Vor allem beim Baumfällen ist höchste Vorsicht. Das richtige Werkzeug kann dabei helfen, Unfälle zu verhindern.

Gut gesichert übten die Teilnehmer des Seilwindenkurses im Wald an der OWV-Hütte das Baumfällen. Bild: sha
von Hans SeifriedProfil

Mantel/Weiherhammer. Försterin Andrea Sauer vom Landwirtschaftsamt hatte einen Kurs zum richtigen Umgang mit der Spillwinde organisiert. Sieben Teilnehmer ließen sich von Forstwirtschaftsmeister Ernst Müller im Wald der Gemeinde Weiherhammer in der Nähe der OWV-Hütte instruieren.

Im Fokus stand die Arbeitssicherheit beim Baumfällen. Durch den Einsatz der Spillwinde in Verbindung mit einer Umlenk-Rolle minimiert sich die Unfallgefahr, denn damit lässt sich genau bestimmen, wann und wohin der Baum fallen soll.

Vor allem bei sogenannten Rückhängern, das sind Bäume, die entgegen ihrer natürlichen Fallrichtung gefällt werden sollen, werden die Vorteile der Winde sichtbar. Dringliche Fragen, wie etwa "Wie baue ich die Konstruktion richtig auf?" und "Was ist die richtige Schnittführung?" bekamen die Teilnehmer an Praxisbeispielen beantwortet. Ein großer Vorteil aus Sicht des Forstwirtschaftsmeisters ist neben der Sicherheit die Mobilität dieses kleinen Geräts. Müller beschrieb die Spillwinde als "Seilwinde des kleinen Mannes", denn nicht jeder habe einen landwirtschaftlichen Schlepper mit angebauter Seilwinde zu Hause. Die Arbeit mit der Spillwinde erfordert zwei Personen. Einer fällt den Baum, der andere bedient die Winde. Eine klare Verständigung durch Blick- und Rufkontakt sei dabei sehr wichtig. Man sollte auf keinen Fall das Risiko eingehen, einen Baum umzulegeb, bei dem man Zweifel hat, dass er sicher zu Fall kommt. Der zeitliche Mehraufwand, um den Baum mit Umlenk-Rolle und Spillwinde zu fällen, ist geringfügig höher, aber im Hinblick auf Arbeitssicherheit gerechtfertigt.

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