02.03.2018 - 14:22 Uhr
Mantel

Geschwister Forster feiern 30.Betriebsjubiläum "Lohbachwinkel" bittet zum Tanz

Die Geschwister Wilfried und Heidi Forster erinnern sich lebhaft an die legendären Tanzveranstaltungen im "Lohbachwinkel". Zu ihrem 30. Jubiläum als Inhaber des Hotelbetriebs bitten sie ihre Gäste am 10. März noch einmal zum Tanz.

So sah das von Alois Bäumler vor 67 Jahren gebaute Haus an der Bergstraße ursprünglich aus.
von Eva SeifriedProfil

Weiherhammer. Das Hotel-Restaurant "Lohbachwinkel" in Weiherhammer in der Bergstraße - früher auch "Berg-Café" genannt - steht seit 67 Jahren für Gastlichkeit. Vor 30 Jahren haben Wilfried und Heidi Forster den Betrieb von ihren Eltern Gertraud und Willi übernommen und führen es seitdem mit viel Liebe zum Haus und mit Leidenschaft für die Gastronomie weiter. Seit 2009 sind Tanztee und Abendveranstaltungen Geschichte. Es hatte sich nicht mehr rentiert (wir berichteten).

In den goldenen 60er und 70er Jahren war der "Lohbachwinkel" als Tanzlokal bekannt. Damals schon mit dabei war das "Lohbach-Trio" mit Reinhold Müller am Schlagzeug, Roman Karl mit Gitarre und Herbert Kraus am Akkordeon. Kraus, der mittlerweile verstorben ist, wird nun von Michael Bertelshofer ersetzt. Hinzu kam Lothar Kraus (Gitarre). Sie treten als "Lustige Buam" auf.

Die Forsters lieben die Musik der früheren Jahre: "Wir sind einfach damit aufgewachsen", sagt Wilfried Forster. Sie haben sich entschlossen, ihr Betriebsjubiläum am Samstag, 10. März ab 19.30 Uhr mit einem Oldies-Tanzabend und natürlich Live-Musik mit den "Lustigen Buam" zu feiern. "Wir wollen noch einmal die Tradition der legendären Tanzabende aufleben lassen", sagen die Geschwister.

Gasthaus erweitert

Ursprünglich hat das Haus in der Bergstraße Alois Bäumler gebaut. Dann hat Willi Forster, Landwirtssohn aus Artesgrün, Bäumlers Tochter Gertraud geheiratet und in dem Anwesen ein Gasthaus eingerichtet. Forsters Eltern betrieben in Artesgrün ebenfalls ein kleines Wirtshaus. Das Hotel-Restaurant "Lohbachwinkel" wurde immer wieder angebaut und erweitert. Am Anfang gab es nur Musik im Gasthaus. Wer das Tanzbein schwingen wollte, fand sich Freitag oder Samstag zum Tanzabend oder Sonntagnachmittag zum Tanztee ein. Später kam noch der bekannte Tanzabend am Mittwoch dazu.

Rauschende Feste gefeiert

Der als "Lohbach-Opa" bekannte Alois Bäumler war auch immer im Lokal zu finden und unterhielt sich mit den Stammgästen. Sehr viele Paare haben sich dort beim Tanz kennengelernt und auch ihre Hochzeit bei den Forsters gefeiert. Beim Kinderfasching war "Rambazamba" angesagt. Wer kennt nicht mehr die Namen der Kapellen: "Lohbach-Trio" mit Herbert Kraus, "Evergreens", "Happyboys" oder auch "Teddyboys". Hervorragende Küche und der Hotelbetrieb rundeten das Angebot ab. In der Kellerbar herrschte immer reger Betrieb. Wer nicht so gerne tanzte, verbrachte dort unten feucht-fröhliche Stunden. So manche junge Dame hat dort vielleicht ihren ersten Kuss bekommen.

Leider lohnten sich dann die Tanzveranstaltungen nicht mehr, wie Wilfried Forster sagt. "Das Freizeitverhalten der Menschen hat sich geändert. Die Leute fahren lieber in Urlaub oder gönnen sich ein Wellness-Wochenende, und Live-Musik ist wesentlich teurer geworden als zu den damaligen Zeiten. In den Faschingsferien sind auch die Kinder mit den Eltern in Urlaub und gehen eher weniger auf einen Kinderfasching." Nun haben sich Heidi und Wilfried Forster ganz auf den Hotelbetrieb konzentriert und sind äußerst zufrieden damit. Gekocht wird noch für die Hotelgäste und bei Familien- und Betriebsfeiern oder Hochzeiten.

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