09.02.2018 - 20:00 Uhr
Mantel

Manteler Jagdgenossen wollen Verbesserungen Stück für Stück mit der Marktgemeinde angehen Viele Wege stehen zur Sanierung an

Die Wildschäden hielten sich im vergangenen Jahr nicht überall in Grenzen, sagte Pächter Martin Grill in der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Mantel im Gasthaus "Hallermichl". Beim Rehwildabschuss ist Grill im Soll. Er listete 10 Wildschweine, 2 Stück Rotwild, 23 Füchse, ein paar Enten und 2 Wildhasen auf.

von Franz SperlProfil

Die Wildschweinschäden im gewachsenen Mais waren zunächst nicht groß, sie haben sich allerdings bis zur Ernte noch vergrößert. Im Lindach war es im Gegensatz zu 2017 sehr ruhig. Auch die Wiesenschäden im Haidenaabtal waren gering. Auffällig war, dass die Wildschweine in ehemaligen Maisäckern sehr große Schäden angerichtet haben.

Jagdschilling für Gemeinde

Jagdvorsteher Mattias Kohl zeigte Bilder vom sanierungsbedürftigen Teilabschnitt des Lindachwegs. Die Führungsriege schlug deshalb vor, die nächsten fünf Jahre den Jagdpachtschilling zweckgebunden für diese Sanierungsarbeiten der Marktgemeinde zu überlassen. Die Höhe des jährlichen Jagdschillings muss noch festgesetzt werden.

Der Vollausbau werde rund 60 000 Euro kosten, sagte Bürgermeister Stephan Oetzinger. Er rechne aber mit einer Preissteigerung von 25 Prozent. Der Marktrat muss noch zustimmen. Laut Oetzinger wird es schwierig bis unmöglich, Fördergelder abzuschöpfen.

Erwin Klemm erklärte, dass der gesperrte Feldweg vorbei an seinem Anwesen immer wieder durch Autos befahren werde. Auch dieser Weg sollte ausgebessert werden. Kohl sagte, dass nötige Wegesanierungen die Marktgemeinde erledigt. Anton König ist der Meinung, dass der Weg geschottert statt asphaltiert werden sollte. Friedrich Janner erklärte, dass diese Wege nun 50 Jahre alt seien und deshalb einer nach dem anderen saniert werden müsse. Weiterhin wies Friedrich Janner darauf hin, dass der Schotter in diesem Fall weggespült würde wegen der Hanglage.

Angebot an Hütten

Josef König aus Rupprechtsreuth hat eine Informationsveranstaltung zum Wegebau besucht. Auf dieser wurde darauf hingewiesen, dass Gemeinden die Zufahrt von Feldstücken sicherstellen müssen. Vor allem, wenn sich die Zufahrt durch Siedlungswege aufgrund zugeparkter Straßen schwierig gestalte. Er wies darauf hin, dass ab dem neuen Kreisverkehr eine Querverbindung fehle. Der auf der Veranstaltung anwesende Baudirektor gab Auskunft, dass es für solche Wegebaumaßnahmen Fördergelder gebe. Janner stellte klar, dass die betroffenen Grundstückbesitzer keinen Grund für einen solchen Querweg verkaufen wollen.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Auflösung der Eigenjagd Grub. Sie muss wegen zu geringer Größe aufgelöst werden. Kohl erläuterte den Jagdgenossen die Situation. Es wäre sinnvoll, die Jagd an Hütten anzugliedern. Die Manteler Jagdpächter haben an dem Revier keinerlei Interesse.

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