Plötzlicher Tod von Ortsbäuerin Monika König [Aktualisierung]
Gaudiwurm in Mantel abgesagt

So wird Monika König (Dritte von rechts) vielen in Erinnerung sein: fröhlich auf dem Kloidaffl-Express. Von Anfang an ist der Faschingswagen der Familie König fester Bestandteil des Manteler Gaudiwurms. Den Namen hat der „Express“ durch den Wohnort der Familie im Ortsteil Kloidaffl wie kleines Dorf (bei der Moritzkirche). (Foto: sei)
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Mantel
07.02.2018
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Trauer um Ortsbäuerin Monika König. Sie starb am Dienstag vollkommen überraschend. (Foto: sei)

In Windeseile verbreitet sich am Dienstag die Nachricht vom plötzlichen Tod der Ortsbäuerin Monika König. Tief betroffen vom Ableben seines überaus engagierten Vorstandsmitglieds sagt das Vereinskartell den Gaudiwurm am Sonntag ab. König und ihre Familie waren mit dem "Kloidaffl-Express" von Anfang an dabei.

Auch heuer wollte Monika König beim Gaudiwurm durchstarten und - besonders tragisch - zugleich am Faschingssonntag ihren 64. Geburtstag feiern. Um Monika König trauern ihr Mann Josef sowie drei Töchter, eine Enkelin sowie ihre Mutter und zwei Schwestern. Mit ihrer Hilfsbereitschaft sowie lebensfrohen und liebenswerten Art wird sie den Mantelern in guter Erinnerung bleiben.

"Mit Monika König haben wir eine sehr engagierte Mitbürgerin verloren. Sie war ein Aktivposten im Vereinsleben unseres Marktes," stellt Bürgermeister Stephan Oetzinger fest. Seit 1996 bekleidete die in Rupprechtsreuth geborene König das Amt der Ortsbäuerin. Sie erwarb sich große Verdienste um das Bürgerfest. 25 Jahre lang stand sie dort am Stand der Landfrauen und servierte den Besuchern Dotsch und Pommes.

Zudem engagierte sich König im Vereinskartell: von 2007 bis 2017 als stellvertretende Vorsitzende, seitdem als Beisitzerin. Als Nachfolgerin von Helene Sperl hatte sie die Blumenpflege am Kriegerdenkmal an der Moritzkirche übernommen. Die Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft hatte König zum Dank dafür die Ehrennadel für weibliche Mitglieder in Gold verliehen.

Beliebt war auch das von ihr veranstaltete Ausbuttern, das sie nicht nur für Vereine in Mantel, sondern auch für Einrichtungen in der Umgebung wie Alten- und Seniorenheime gerne anbot. Königs umfangreiches Engagement wurde unter anderem 2015 mit der Ehrenamtsurkunde des Marktes Mantel gewürdigt.

Einige Manteler Vereine verlieren durch den Tod Königs ein engagiertes Mitglied, unter anderem der Oberpfälzer Waldverein. Bei der Freien Wählergemeinschaft war König Gründungsmitglied und viele Jahre im Vorstand. FWG-Vorsitzender Friedrich Janner und die FWG sind tief betroffen. Der Trauergottesdienst für Monika König findet am Samstag, 10. Februar, um 10 Uhr in der katholischen Kirche statt, anschließend ist Beisetzung auf dem Friedhof Mantel.

"Wir können nicht feiern""Natürlich ist für den Gaudiwurm schon einiges vorbereitet gewesen", sagt Richard Kammerer, Vorsitzender des Vereinskartells und federführend an der Organisation der Faschingsgaudi beteiligt. "Wir haben über die Absage in der Vorstandschaft diskutiert. Aber wenn ein Mitglied von uns verstorben ist, dann können wir nicht feiern", erklärt er betroffen.

Er habe von den Vereinen einige Anrufe bekommen, weil diese den Entschluss nicht verstanden hätten. "Wir haben richtig entschieden", ist Kammerer überzeugt.

Bürgermeister Stephan Oetzinger findet die Absage "sehr, sehr schade", kann sie aber nachvollziehen, "Frau König war eine tragende Säule beim Manteler Gaudiwurm. Wir sind als Markt sehr betroffen." Am Sonntag werde es auch kein Fußballturnier oder Schlauchziehen geben, wie es in den vergangenen Jahren Tradition war. (pblf)
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