19.02.2018 - 20:00 Uhr
Mantel

Selbsthilfe Mantel erhöht Sterbegeld Trend zum Urnengrab

Bürgermeister Stephan Oetzinger referierte in der Generalversammlung der Selbsthilfe Mantel im Gasthaus "Hauptmann" über den örtlichen Friedhof, die Bestattungsformen und die damit verbundenen Gebühren. Die normale Nutzungsdauer für die verschiedenen Gräber beträgt 15 Jahre, Verlängerungen gibt es für 5, 10 und 15 Jahre.

Bei den turnusmäßigen Teilneuwahlen der Vorstandschaft wurde Vorsitzender Stephan Oetzinger (5. v. links) im Amt bestätigt ebenso Kassiererin Ulrike Schiller (5. v. rechts) und die Beisitzer Evi Jankowski (6. v. rechts) und Gerhard Seiser (6. v. links)
von Eva SeifriedProfil

Ein Einzelgrab kostet 584 Euro, die Verlängerung für fünf Jahre 195 Euro. Ein Doppelgrab schlägt mit 948 Euro zu Buche. Die kürzeste Verlängerung kostet 316 Euro. Auch in Mantel geht der Trend zur Urnenbestattung. Ein Urnengrab kostet 429 Euro, die Verlängerung für fünf Jahre 143 Euro. In den neuen Urnenstelen haben drei Urnen Platz, eine Stele kostet 1366 Euro für 15 Jahre und 455 Euro die Verlängerung für 5 Jahre.

Größere Maße

Am günstigsten ist die Beisetzung in Urnenrohren für 305 Euro und 102 Euro für die kürzeste Verlängerung. Eine Nische in der Urnenwand ist für 1766 Euro zu haben, plus 589 Euro für die Verlängerung. Im Todesfall werden für die Nutzung der Aussegnungshalle 300 Euro berechnet, die Gebühr für das Ausheben eines Grabes beträgt 172 Euro und geht an den Bestatter.

Oetzinger führte auch die Maße der Gräber auf. Ein Einzelgrab hat die Maße von zwei Metern auf 90 Zentimetern, ein Doppelgrab 2 Meter auf 1,80 Meter. Im neuen Friedhofsteil sind die Gräber etwas größer. Ein Urnengrab misst 90 mal 60 Zentimeter. Beigesetzt dürfen nun nur noch leicht verrottbare Urnen werden. Auf dem Friedhofsparkplatz wurden bereits zwei Behindertenparkplätze geschaffen. Geplant ist noch eine barrierefreie Toilette, die Sanierung der Friedhofsmauer und der Friedhofswege sowie die Außenbeleuchtung des Weges zum Leichenhaus.

Den 22 Sterbefällen des Jahres 2017 stehen 17 Neuaufnahmen gegenüber. Der Verein zahlte im vergangenen Jahr 31 900 Euro Sterbegeld aus, wie Oetzinger berichtete. Der Verein hat 1366 Mitglieder, darunter 281, die nicht in Mantel wohnen. Seit seiner Gründung hat die Selbsthilfe 1116 Sterbefälle betreut und 715 640 Euro Sterbegeld ausbezahlt.

1,20 Euro pro Mitglied

Das aktuelle Sterbegeld beträgt 1450 Euro. Im Umlageverfahren wird dann von jedem Mitglied 1,20 Euro einkassiert. Großes Lob gab es für die Arbeit von Hauptkassiererin Ulrike Schiller sowie die Unterkassiererinnen Christine Dirrigl und Ingrid Zwerenz. Schriftführerin Monika Puff kümmert sich um die Führung der Mitgliederlisten. Durch das Umlageverfahren konnte Ulrike Schiller nur von einem geringen Kassenstand berichten. Die Versammlung beschloss, das Sterbegeld auf 1525 Euro zu erhöhen, der Mitgliedsbeitrag von 1,20 Euro je Todesfall bleibt gleich.

Turnusmäßig wurde ein Teil der Vorstandschaft neu gewählt. Im Amt bleiben Vorsitzender Oetzinger, Kassenführerin Schiller sowie die Beisitzer Gerhard Seiser und Evi Jankowski. Stellvertretende Bürgermeisterin Rita Steiner wies darauf hin, dass die Selbsthilfe Mantel einen wichtigen Teil im Manteler Gemeinwesen darstellt. Steiner griff auch den Appell des Vorsitzenden zur Mitgliederwerbung auf, ohne die das einmalige Sozialwerk nicht funktionieren würde.

Eintreten können Manteler oder deren Ehepartner bis zum Alter von 35 Jahren, mit einer Karenzzeit könnten Mitglieder bis zum 40. Geburtstag dazustoßen. Wie der jetzige Kassenprüfer und langjährige Vorsitzende der Selbsthilfe, Günter Sparrer, ausführte, wären die Gründerväter des Vereins stolz auf ihre Nachfolger und die immer höhere Sterbegeldauszahlungen. Da Mantel aber fast 3000 Einwohner habe und nur ein Drittel Mitglied im Verein ist, sei noch Potenzial da.

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