Tradition seit 1972
350 Besucher bei der OWV Waldweihnacht

Wurzeln war das Thema der ökumenischen Adventsandacht mit Pfarrer Armin Spießl, OWV-Vorstand Klaus-Hannes Kahler und Pfarrer Andreas Ruhs. (von links)
Vermischtes
Mantel
21.12.2016
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Seit 1972 ist der vierte Adventssonntag für die Waldweihnacht des Oberpfälzer Waldvereins reserviert. Heuer machten sich 350 Besucher nach dem Anblasen des Advents auf dem Manteler Marktplatz auf den Weg ins Waldforum nach Rupprechtsreuth.

Vorsitzender Klaus-Hannes Kahler bedauerte, keinen winterlich verschneiten Wald als Kulisse bieten zu können. "Trotzdem möchten wir Ihnen ein Abschiednehmen von der vorweihnachtlichen Hektik in Gottes freier Natur bieten. Nehmen Sie die beruhigende Stimmung in sich auf und erleben Sie mit uns einige besinnliche Momente der oft vermissten, aber wohltuenden staaden Zeit", appellierte Kahler an die vielen Gäste.

Die ökumenische Andacht gestalteten Pfarrer Armin Spießl und sein evangelischer Amtskollege Andreas Ruhs. Musikalisch umrahmten die Posaunenchöre Mantel-Thansüß unter Leitung von Heiner Müller und Veronika Weber sowie der Männergesangverein Mantel unter Leitung von Michael Bertelshofer die Feier. Nach der MGV-Einstimmung "Rorate" ging es um das Thema Wurzeln. "Wurzeln geben einem Baum Standvermögen.

Auch wir Menschen haben Wurzeln in Familie und Heimat", meinten die beiden Pfarrer. "Was gibt mir Halt im Leben und im Sterben?", fragten sie nach. Die Besucher sangen "Wir sagen euch an den lieben Advent" und "Es kommt ein Schiff". Zu Herzen ging das "Heilige Nacht oh gieße du" vom Männerchor. Ruhs und Spießl fragten, ob man das Recht habe, Weihnachten zu feiern, wenn man sich vom ursprünglichen Sinn des Festes abwendet? "Erinnert euch an eure Wurzeln, erinnert euch an Weihnachten als das Christfest", war der Rat der Pfarrer.

Der Posaunenchor hatte die Andacht mit "Tochter Zion" eingeleitet und begleitete die Besucher mit dem "Winterwunderland" wieder hinaus. Tatsächlich fing es dann ein bisschen zu schneien an. Die Gäste genossen vor und nach der Andacht Glühwein und Kinderpunsch und stärkten sich mit Steaks sowie heißen Würstchen.

AdventsanblasenVor der Andacht im Waldforum kamen viele Zuschauer auf den Marktplatz, um das Adventsanblasen des der vereinigten Posaunenchöre Mantel-Thansüß unter Leitung von Heiner Müller zu hören.

Es war dunkel, und der beleuchtete Christbaum und die Krippe bildeten eine romantische Kulisse für die Bläser. Die Kinder drückten sich an den Scheiben die Näschen platt, um sich die liebevoll gestalteten Szenen der Krippenlandschaft anzusehen.

"Alle Jahre wieder" erklang es dann vom Posaunenchor". Zum Advent passte auch "Maria durch ein Dornwald ging". Das Ensemble stellte musikalisch die Frage, "Was soll das bedeuten?" "Oh Tannenbaum" stimmte auf die anschließende Waldweihnacht im Waldforum ein. Mitglieder des OWV verkauften Fackeln für den Marsch nach Rupprechtsreuth. (sei)
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