Weil der Tod nicht umsonst ist
Selbsthilfe Mantel zieht positive Bilanz

Bei den turnusmäßigen Neuwahlen wurden stellvertretender Vorsitzender Thomas Magerl (Fünfter von links), Schriftführerin Monika Puff (Dritte von links) sowie die Beisitzer Wolfgang Reil (hinten, Zweiter von rechts und Franz Sperl (hinten, Dritter von rechts) wiedergewählt. Bild: sei
Vermischtes
Mantel
09.03.2017
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Wenn einem Verein die Mitglieder wegsterben, ist das nicht schön. Bei der Selbsthilfe Mantel gehört dies aber noch mehr zur Normalität als bei anderen.

Die Selbsthilfe zählt aktuell 1376 Mitglieder, davon 278 auswärtige. Die Mitglieder haben ein Durchschnittsalter von 55 Jahren und treten statistisch im Alter von 26 Jahren bei. Seit der Gründung wurden 1092 Sterbefälle betreut und 683 740 Euro Sterbegeld ausbezahlt. Der Eintritt in das Sozialwerk ist bis zum 35. Lebensjahr möglich, mit einer Kulanz-Zeit bis zum 40. Lebensjahr. Im Todesfall erhalten die Hinterbliebenen 1450 Euro, und im Umlageverfahren wird je Sterbefall 1,20 Euro von den Mitgliedern verlangt.

Diese Zahlen präsentierte Vorsitzender Stephan Oetzinger. Er dankte den Kassiererinnen Christine Dirrigl und Ingrid Zwerenz für ihre Zuverlässigkeit beim Einsammeln der Beiträge sowie Hauptkassiererin Ulrike Schiller für die Verwaltung und Auszahlung bei den auswärtigen Mitgliedern. Den 17 Sterbefällen im vergangenen Jahr standen 15 Neuaufnahmen gegenüber. Turnusmäßig schieden zweiter Vorsitzender Thomas Magerl, Schriftführerin Monika Puff und die Beisitzer Franz Sperl und Wolfgang Reil aus dem Vorstand aus. Sie wurden aber bei den Neuwahlen wieder ins Gremium berufen. Oetzinger appellierte an die Mitglieder in der Familie und im Freundes- und Bekanntenkreis, Werbung für die Selbsthilfe zu machen, denn nur wenn der Mitgliederstand gehalten wird, funktioniert das Umlageverfahren wie bisher. Stellvertretende Bürgermeisterin Rita Steiner erklärte, dass die Selbsthilfe zwar 91 Jahre alt sei, aber nichts von ihrer Bedeutung verloren habe. Hilfe und Unterstützung gerade in einer Notsituation wie einem Todesfall sei heute noch genauso wichtig, wie zur Gründungszeit. Kerstin Köhler und Silke Husslik von der AOK Weiden informierten über das neue Pflegegesetz.
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