Eigentümer nach wie vor abgetaucht
Neuer Interessent für Schloss Steinfels

Die kleine Schlosskapelle in Steinfels war schon lang kein Schauplatz mehr für Gottesdienste. Nun hat wieder jemand Interesse angemeldet, das Schloss neben dem Kirchlein eventuell zu übernehmen. Dazu müsste der aktuelle Eigentümer aber erst einmal verkaufen und vor allem mal erreichbar sein. Bild: Schönberger
Wirtschaft
Mantel
13.01.2017
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Vor sechs Jahren kaufte ein polnischer Bauunternehmer Schloss Steinfels. Doch statt zu sanieren, lässt er das Domizil samt Kapelle weiter verfallen. Im Rathaus hat sich inzwischen jemand gemeldet, der das eventuell ändern möchte.

Wie Bürgermeister Stephan Oetzinger auf Anfrage mitteilt, hat bei ihm ein Mann vorgesprochen, der bereits 2010 schon einmal Interesse an dem Areal rund um das Schlösschen angemeldet hatte. Nach einem Rundgang mit Vertretern des Denkmalschutzes machte er aber einen Rückzieher. Mittlerweile ist dieser Interessent offenbar in der Baubranche tätig.

Er verfolgt die Entwicklung - besser gesagt den Stillstand - in Steinfels wohl übers Internet und ließ sich von Oetzinger die Kontaktdaten des Eigentümers geben. Vielleicht sei der ja verkaufsbereit. Denn was dieser Adam Nacmanski, der ein Baugeschäft in Rheinland-Pfalz betreibt, mit Steinfels vorhat, bleibt ein Rätsel. Von Sanierungsplänen für ein Apartmenthaus oder ein festliches Ambiente für Hochzeiten und ähnliches, ist schon längst nicht mehr die Rede. Im Gegenteil: Die marode Immobilie kostet ihn und seine Schwester, die die ursprüngliche Käuferin ist und mittlerweile in der Schweiz lebt, nur Geld. Doch Grundsteuer und Stromrechnung für die Beleuchtung bezahlen sie Jahr für Jahr brav.

Gleiches gilt für bausichernde Maßnahmen am Gelände, sprich einen Zaun, den das Landratsamt vor zwei Jahren angeordnet hatte. Dies war notwendig, da das Gelände durchaus noch betreten wird. Die katholische Kirchenstiftung hat nach wie vor den Schlüssel und feiert dort jährlich im August das große Ablassfest.

Die schmucke Kapelle ist dagegen in so schlechtem Zustand, dass sie nicht betreten werden darf. Bleibt die Frage, ob der neue Interessent, zu Nacmanski Kontakt aufnehmen kann. Das ist bislang weder dem Neuen Tag noch Bürgermeister Oetzinger gelungen. Kirchenpfleger Wolfhard Erling, der einen Schlüssel für das Gelände besitzt, hatte Nacmanski zuletzt vor dem Ablassfest wegen einiger organisatorischer Dinge im August eine E-Mail geschickt. Sie ist unbeantwortet.
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