20.08.2017 - 15:36 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Treibender Sound im Auenpark "Klangkunst" mit mächtig Bass

Mut und Einsatz haben sich gelohnt. Alle Karten sind weg. Rund 1500 Musikfreunde genießen das erste "Klangkunst"-Open-Air im Marktredwitzer Auenpark.

Tanzen ausdrücklich erwünscht: Bei bestem Festivalwetter feierten 1500 Fans mit den angereisten DJs und zu deren treibenden Beats. Bild: abi
von Autor ABIProfil

Benker-Gelände, Samstagabend: Punkt 22 Uhr fährt DJane Vanessa Sukowski die Regler ihres Mischpultes herunter, die riesigen Boxen verstummen. Für Fabio Flügel, Tobias Flügel, Tobias Reger, Ludwig Deyerling und ihr Team geht ein anstrengender, aber dennoch sehr erfolgreicher Tag zu Ende. Sie haben es gewagt, auf dem Benker-Areal und der Terrasse des Auenparks ein Festival für elektronische Musik im Stil von Techhouse und Deephouse anzubieten. Eine eher gemächliche Variante elektronischer Tanzmusik, die ohne viel Gesang auskommt, dafür allerdings mit kräftigen Bassklängen aufwartet.

Das Engagement wird belohnt. Auch wenn es ein paar Wermutstropfen im Vorfeld gab, verloren die vier jungen Männer niemals die Motivation: "Schon bei den ersten Ankündigungen unseres Vorhabens wurden wir mit einigen Beschwerden konfrontiert. Daher haben wir uns entschlossen, das Festival nur bis 22 Uhr laufen zu lassen", erklärt Fabio Flügel. Dennoch gibt es Kritik in den sozialen Medien. Die Veranstalter legen jedoch Wert auf die Feststellung, dass sie sich stets an der Maximallautstärke von 70 Dezibel (dB) orientiert hätten: "Wir haben bei unseren regelmäßigen Prüfungen mit dem Schallpegelmesser durchschnittlich 65 Dezibel am nächstgelegenen Wohnhaus gemessen. Ein vorbeifahrendes Mofa hat rund 80 Dezibel."

Die Stimmung auf dem Gelände ist grandios. Die Musikfans aus unterschiedlichen Altersgruppen feiern friedlich, genießen den satten Sound, tanzen oder flanieren auf dem Gelände. Von Anfang an war klar, dass den Besuchern am Mischpult etwas geboten werden muss: "Wir wollten auch grundsätzlich einen Mix aus regionalen und überregionalen DJs", so die Veranstalter. Deshalb sorgen die Newcomer Frank Z sowie Jo Jay & Paul B gemeinsam mit Pablo Raketa von Freshguide, Pete Kaltenburg von Lapsus Music oder Matt Hyper von Villa Varia für die passenden Beats. Das Leipziger Label Dusted Decks schickt Compact Grey und Vanessa Sukowski quasi als Headliner in die Große Kreisstadt. In den Abendstunden ist daher fast kein Durchkommen zur Bühne. Ein finales Feuerwerk rundet das Geschehen im Auenpark gebührend ab. Aber nicht nur die Tanzwütigen kommen am Samstag auf ihre Kosten: Ein Shishabereich sorgt für jede Menge entspannte Momente. Mehrere Foodtrucks und Imbissstände versorgen die Hungrigen mit Burgern, Hotdogs, Pizzen sowie Bratwürsten. Und am langen Bartresen werden Cocktails, Erfrischungsgetränke und Bier ausgeschenkt. Am Ende geht noch ein großer Dank vonseiten des Veranstaltungsteams an Roland Sommer und seine Bauhofcrew sowie alle Sponsoren, ohne die das erste Marktredwitzer "Klangkunst"-Open-Air niemals möglich gewesen wäre. "Wir würden auch im nächsten Jahr gerne wieder ein Technofestival in Marktredwitz anbieten. Mal schauen, welches Gelände uns zur Verfügung steht, wenn am Benker-Gelände gebaut wird", sagt Fabio Flügel.

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