01.03.2018 - 20:10 Uhr
Marktredwitz

Stromtrassen: Bürgermeister vereinbaren Allianz Geschlossen auftreten

Die von der Trassenführung der HGÜ (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) betroffenen Bürgermeister im Landkreis Wunsiedel, Stefan Göcking (Arzberg), Gerald Bauer (Höchstädt), Thomas Schwarz (Kirchenlamitz), Florian Leupold (Marktleuthen), Oliver Weigel (Marktredwitz), Bernd Hofmann (Thiersheim) und Karl-Willi Beck (Wunsiedel), trafen sich im Marktredwitzer Rathaus, um sich über den aktuellen Sachstand zur geplanten Stromtrasse auszutauschen. Übereinstimmend wurde festgelegt, dass man künftig geschlossen in einer Allianz auftritt.

von Externer BeitragProfil

Die gemeinsame Position richtet sich eindeutig gegen die aktuellen Pläne der Querung der erdverkabelten HGÜ durch die jeweiligen Gemeindegebiete. Mit diesem Zusammenschluss wird die Resolution des Kreistages aus dem Jahr 2017 noch einmal bekräftigt. Die Bürgermeister unterstreichen, dass die Belastung durch den Ostbayernring, der zur Ertüchtigung ansteht, durch die HGÜ noch weiter verschärft werden würde. Völlig unverständlich erscheint den Bürgermeistern eine Trassenführung durch die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft des Fichtelgebirges. Hier gelte es, sich nach besten Kräften einzusetzen und in einem nächsten Schritt mit der vom Landkreis Wunsiedel beauftragten Kanzlei Baumann alle rechtlichen Möglichkeiten einzuleiten.

Weiterhin sehen die Bürgermeister die Möglichkeiten der dezentralen Energieversorgung als weitaus bessere Alternative, im Vergleich zu Stromautobahnen, an. Der Weg, den die Mitgliedsgemeinden der ZEF (Zukunfts-Energie Fichtelgebirge GmbH) eingeschlagen haben, könnte hierbei beispielgebend sein und als Vorreiter auf Landes- und Bundesebene angesehen werden.

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