10.05.2017 - 21:28 Uhr
MarktredwitzSport

43. Jugendkart-Slalom des MSC Marktredwitz Alina Fabian fährt allen davon

Die Konkurrenz ist groß: Über 100 Teilnehmer starten beim Jugendkart-Slalom des MSC Marktredwitz. Kein Problem für Alina Fabian, die Lokalmatadorin ist die absolut Schnellste.

Die Rennstrecke, die mit Pylonen ausgesteckt wurde, hatte es in sich: Von außen war nicht wirklich zu erkennen, in welche Richtung es geht. Die Kartsporttalente machten ihre Sache aber richtig gut. Bilder: gpp (2)
von Autor GPPProfil

Auch wenn die Jugendkart-Slalom-Piloten noch weit entfernt vom Rennsport wie in der Formel 1 sind, ist ihr Ehrgeiz dennoch groß - und der ihrer Eltern nicht selten noch größer.

Dies wurde beim inzwischen 43. Jugendkart-Slalom deutlich, den der Marktredwitzer Motorsportclub am auf dem Betriebsgelände der Firma Matthes in der Bayreuther Straße veranstaltete. Sage und schreibe 104 Teilnehmer aus dem gesamten nordostbayerischen Raum waren angereist, um in fünf Altersklassen Punkte für die ADAC-Meisterschaft im Bezirk Oberfranken, die Meisterschaft des Bayerischen Motorsport-Verbandes, den Nord-Ost-Bayern Pokal und den Regional-Pokal Oberfranken zu sammeln.

Holger Fabian, Jugendleiter des MSC Marktredwitz, hatte einen anspruchsvollen Parcours aufgebaut, in dem sich die Jungen und Mädchen manchmal gewaltig mühen mussten, um diesen schnell - aber vor allem fehlerfrei - zu durchfahren. Hauptsächlich deswegen, weil von außen nicht wirklich und keinesfalls immer auf Anhieb zu erkennen war, in welcher Richtung und in welcher Abfolge die zahlreichen Schleifen und Achter zu befahren waren. Deswegen gab es vor dem Start jeder Klasse eine ausführliche Begehung, in der sich nicht nur der motorsportliche Nachwuchs, sondern auch und vor allem dessen Eltern und Betreuer die Fahrtstrecke genauestens einprägten - ja sogar notierten.

Neben den Punkten für die unterschiedlichsten Meisterschaften und Serien ging es in aller erster Linie darum, eine ganz vordere Platzierung in der jeweiligen Klasse oder gar einen Klassensieg einzufahren und die Pokale abzuräumen.

In der Sonder-Klasse 0 bei den Kleinsten (ab sechs Jahren) waren zwei Buben und ein Mädchen am Start. Nach einem Trainings- und zwei Wertungsläufen stand die Reihenfolge: Mikka Trapp (MSC Wiesau) gewann vor Paul Kutschera (AC Waldershof) und Fabienne Gerstner (MSC Marktredwitz). Gerstner bekam als mit sechs Jahren jüngste Teilnehmerin noch einen kleinen Sonderpreis.

In der Klasse 1 (Jahrgänge 2008/2009) setzte sich Lokalmatador Jonah Günter klar und deutlich mit zwei fehlerfreien Läufen und guten sechs Sekunden Vorsprung vor seinen Verfolgern durch. Sein Vereinskamerad Kirill Gaus landete mit jeweils drei Strafpunkten (für verschobene Pylonen in jedem Lauf) auf Rang sieben.

In der mit 20 Startern stark besetzten Klasse 2 (Jahrgänge 2007/2006) kam Nils Bauer vom MSC Marktredwitz nach einem harten Duell mit dem Auerbacher Elias Härtl mit einem Rückstand von einer halben Sekunde auf Platz zwei. Kevin Bickel und Anastasia Gaus fuhren auf die Plätze 9 und 19.

Die Klasse 3 (Jahrgänge 2005/2004) ging komplett an auswärtige Fahrer, es siegte Luis Sollfrank vom MSC Wiesau vor Julia Faltis (AC Friedenfels) und Vivian Weigert vom MSC Schesslitz. Der einzige Marktredwitzer Teilnehmer, Alexandru Turcanu, kam mit sechs Strafsekunden aus Lauf eins auf Rang zehn.

In der Klasse 4 (Jahrgänge 2003/2002) gab's für den gastgebenden MSC Marktredwitz viel zu bejubeln: Zum einen der Doppelsieg von Alina Fabian mit einem Vorsprung von fast eineinhalb Sekunden vor Dennis Feulner. Zum anderen fuhr Alina Fabian mit einer Gesamtfahrzeit aus beiden Wertungsläufen von 1:20,6 Minuten die absolut schnellste Zeit des gesamten Tages und sicherte sich damit den Gesamtsieg. Christian Sebald und Timo Buchholz vervollständigten die ausgezeichneten Marktredwitzer Leistungen mit einem fünften und einem zehnten Platz.

Bei den - schon fast - Männern und Frauen der Klasse 5 (Jahrgänge 2001/2000/1999) fuhr Chantal Buchholz (MSC Marktredwitz) einen zweiten Platz heraus, der Klassensieg ging an Marcel Haas vom MSV Falkenberg vor Lena Bock vom MSC Wiesau.

In der Klasse 6 der Erwachsenen fuhr der Marktredwitzer Kevin Schaborak hinter dem Knetzgauer Philipp Lehmann auf Rang zwei, Jens Käs vom MSC Marktredwitz fuhr auf Rang fünf und Jugendleiter Holger Fabian zeigte mit einem siebten Platz, dass er durchaus weiß, wovon er als Jugendleiter spricht. Die weiteren Marktredwitzer Starter Sven Feulner und Matthias Bauer sowie Carmen Günther und Konrad Meisner belegten die Plätze zehn, elf, dreizehn und vierzehn.

Vor dem Start der Klasse 5 mussten die Verantwortlichen um Holger Fabian und Heinz Pogrscheba Reifen wechseln: Von den profillosen Slicks auf die etwas profilierten Intermediate-Reifen. Denn es hatte zu regnen begonnen hatte. Damit konnten die Rennen, auch nachdem es wieder trocken war, problemlos zu Ende gefahren werden konnte.

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