28.02.2018 - 20:10 Uhr
Marktredwitz

Musikschülerin aus Marktredwitz in Helsinki Gitarrenpop in der Felsenkirche

Die in unbehauenen Granit hineingebaute Felsenkirche in Helsinki ist an sich schon beeindruckend. Ein Konzert in dieser einzigartigen Kulisse dürfte unvergesslich sein - vor allem, wenn man zu den Mitwirkenden zählt.

Annika Teubner durfte mit ihrer Gitarre in Helsinki spielen. Bild: exb
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Dass Annika Teubner mit ihren 17 Jahren hervorragend Gitarre spielt, hat sich herumgesprochen. Die Marktredwitzerin besucht an der Sing- und Musikschule die Gitarrenklasse von Benjamin Rodigas und schaffte vergangenes Jahr beim 54. Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" die Höchstpunktzahl. In der Wertung "Gitarre Pop" erreichte sie den 1. Bundespreis und war deshalb eingeladen, in Finnland beim "Europäischen Konzert" in der Felsenkirche zu spielen. Noch nie wurde einem Akteur der Marktredwitzer Musikschule so eine Ehre zuteil.

Die drei aufregenden Tage begannen für Annika Teubner am 13. Januar. Ihre Eltern brachten sie zum Flughafen in München. Nach zweieinhalbstündigem Flug wurde sie in Helsinki abgeholt und zu ihren Gasteltern gebracht. "Ich habe mich dort wohlgefühlt und sehr gut mit der ganzen Familie verstanden", berichtet die 17-Jährige. Am nächsten Tag fuhren sie und ihr Gastbruder mit dem Bus in die Stadt und gingen zur Felsenkirche. "Dort konnte ich einmal mein ganzes Programm durchspielen und die Akustik testen, die wirklich einzigartig ist." Nach der Einspielprobe ging es zurück. "Ich war sehr müde, da es in Helsinki schon um 16 Uhr dunkel wird."

Dann war auch schon der Tag des Konzertes gekommen. Dem Mittagessen in der deutschen Schule Helsinki folgte eine Stadtführung bei minus zehn Grad. "Der Musiklehrer an der Deutschen Schule zeigte mir die wichtigsten und schönsten Stellen. Er erklärte mir unter anderem, dass Helsinki seit 100 Jahren unabhängig von Russland ist." Zuhause bei der Gastfamilie bereitete sich Annika dann in Ruhe auf das Konzert vor und spielte ihr Programm durch: "Seventh #9" von Sungha Jung, "Catching the light" von Antoine Dufour und "Ocean" von John Butler.

"Wir sind dann mit dem Auto zur Felsenkirche gefahren. Dort wartete ich auf meinen Auftritt. Danach bekam ich Blumen überreicht und viel Applaus", beschreibt die Marktredwitzerin mit nüchternen Worten dieses einprägsame Erlebnis. "Als das Konzert vorbei war, wartete ich auf meine Gastfamilie. Dort sprachen mich viele nette Leute an und wollten mehr über den neuen Gitarrenstil ,Fingerstyle' wissen und lobten mich." Danach ging es zum Empfang im Goethe-Institut, wo der deutsche Botschafter ein paar Worte sprach und das Buffet eröffnet wurde. "Ich konnte auch hier viele Kontakte knüpfen und habe mich mit vielen netten Leuten unterhalten, unter anderem mit dem deutschen Botschafter," Annika Teubner musste viele Fragen beantworten und wurde für ihr Vorspiel gelobt, "was man natürlich als Musiker gerne hört". Leider konnte sie nicht lange bleiben, da sie am nächsten Tag um 5 Uhr früh Richtung Heimat aufbrechen musste. "Bei meinem Rückflug war ich traurig, weil ich nur so kurz in Helsinki bleiben konnte", sagt die Musikerin. "Die Leute waren nett, die Stadt ist wunderschön. Ich werde definitiv wieder mal nach Finnland fliegen."

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