14.03.2018 - 20:10 Uhr
Marktredwitz

Rückschau und Wahlen bei der Lebenshilfe im Fichtelgebirge: Seelbinder nun Ehrenvorsitzende

Sie hat stets angeschoben und viel erreicht. Dafür dankt die Lebenshilfe nun Birgit Seelbinder und ernennt sie zur Ehrenvorsitzenden.

In der Mitgliederversammlung wurde der gesamte Vorstand der Lebenshilfe im Fichtelgebirge neu gewählt. Karl Döhler (stehend, Dritter von links) bleibt nach einstimmigem Votum Vorsitzender. Bild: mmi
von Autor MMIProfil

Landrat Karl Döhler würdigte in seiner Eigenschaft als erster Vorsitzender der Lebenshilfe das Engagement und die 27-jährige Tätigkeit Seelbinders als Vorsitzende. "Unter ihrer Federführung konnte der Verein unter anderem das Wohnheim und die Werkstatt sowie den Ausbau der Frühförderung in Betrieb nehmen. Wenn wir jedoch alles aufzählen würden, was sie für die Lebenshilfe getan hat, dann wird das noch ein sehr langer Abend", so Döhler.

Einstimmiges Votum

"Diese Ehrung freut mich sehr, da ich seit 27 Jahren der Lebenshilfe eng verbunden bin. Als ich 1990 als Nachfolgerin von Hans-Achaz von Lindenfels gewählt wurde, hatten wir 88 Mitarbeiter und betreuten 360 Menschen", blickte Birgit Seelbinder zurück. Die Lebenshilfe habe sich schon immer als Elternvereinigung und als Gemeinschaftswerk verstanden. "Mittlerweile ist der Verein offene Behindertenarbeit - familienentlastender Dienst angegliedert. Er hat drei feste Mitarbeiterinnen sowie 86 weitere Beschäftigte, um 253 Personen oder Familien zu betreuen."

Insgesamt kümmere sich die Lebenshilfe um über 600 Menschen. Sie habe einen Etat von über 16 Millionen Euro und beschäftige 150 Mitarbeiter. Die Ehrenvorsitzende bedauerte jedoch abschließend, dass die Zahl der Mitglieder in den zurückliegenden Jahren abgenommen habe. In geheimer Wahl wurde Karl Döhler erneut einstimmig zum ersten Vorsitzenden der Lebenshilfe im Fichtelgebirge gewählt. Die neue Riege der Elternvertreterinnen im Vorstand setzt sich aus Tina Wolfshöfer, Doris Walter, Monika Fickentscher, Ute Döhla, Monika Völkl, Gerhard Neupert, Herbert Zauß und Reinhard Möller zusammen. Rechnungsprüfer sind Peter Berek und Jürgen Hoffmann. Nach 40 Jahren Vorstandstätigkeit hat sich Brigitte Anger aus dem Vorstand verabschiedet, Ingeborg Fritsch hatte zwölf Jahre mitgewirkt.

Vorsitzender Döhler wusste: Die LH-Wohnheime in der Zeppelinstraße und am Schafbrunnenweg entsprechen nicht den Anforderungen des neuen Pflegegesetzes. "Hier muss in den nächsten Jahren eine Lösung für unsere bisherigen 48 Plätze gefunden werden. Ebenso ist eine Generalsanierung der Schule notwendig und bereits beantragt." Die Planung der Einrichtungen in Arzberg, welche auf dem ehemaligen Schumann-Areal entstehen sollen, seien weit fortgeschritten. Der Vorsitzende stimmte auch auf das 50. Jubiläum der Lebenshilfe im kommenden Jahr ein und bat schon jetzt um Vorschläge zur Gestaltung des Jubiläumsjahres.

Auftragslage stabil

Für die Werkstatt und die Förderstätte mit Tagespflegestätte gab Leiter Andreas Weiß einen bebilderten Rechenschaftsbericht. "Die Auftragslage ist stabil zu nennen. Die Löhne der Mitarbeiter wurden erwirtschaftet." In den drei Einrichtungen werden aktuell 235 Mitarbeiter beschäftigt oder betreut. Für das Wohnheim verwies Leiterin Maria Sippl auf 47 Dauerbewohner. Sie bedauerte, dass der ehrenamtliche Besuchsdienst seine Tätigkeit nach 22 Jahren aus Altersgründen einstellen musste.

Für die Interdisziplinäre Frühförderstelle gab Leiterin Jana Heinrich einen Überblick. "Wir betreuen derzeit 199 Kinder." Laut Schulleiterin Bettina Thanner werden insgesamt 93 Kinder in jeweils drei Klassen der Grundschulstufe, Mittelschulstufe und Berufschulstufe sowie in drei Gruppen der schulvorbereitenden Einrichtung gefördert. Zwei Grundschulstufen werden weiterhin als Partnerklassen in Brand unterrichtet.

 

 

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