Fußgängerin bei Unfall in Maxhütte-Haidhof durch Auto getötet
Trotz Schneeglätte überholt

Vermischtes
Maxhütte-Haidhof
12.01.2017
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Ein tragischer Verkehrsunfall kostete am Donnerstag in Maxhütte einer 67 Jahre alten Frau das Leben. Ein 21-jähriger Autofahrer verlor nach einem Überholvorgang die Gewalt über seinen Wagen und rammte die Fußgängerin. Für sie kam jede Hilfe zu spät.

Der 21-Jährige war gegen 8.30 Uhr mit seinem BMW auf der Bahnhofstraße in Maxhütte-Haidhof unterwegs und überholte einen vor ihm fahrenden Wagen. Er sei angesichts der matschigen und teils glatten Fahrbahn wohl zu schnell gewesen, so die Einschätzung des Burglengenfelder Polizeichefs Egid Viehauser. Das Heck des BMW brach beim Einscheren aus, der 21-Jährige bekam sein Auto nicht mehr unter Kontrolle und schlitterte Richtung Gehsteig.

Dort erfasste er eine Fußgängerin, die in Fahrtrichtung unterwegs war und wohl die Gefahr auch nicht kommen sehen konnte. Der Wagen rammte auch noch einen Zaun, die Frau blieb in dem Garten dahinter liegen. Passanten, sofort angerückte Polizeibeamte und der Rettungsdienst kümmerten sich um die Frau. Die Retter versuchten noch, die 67-Jährige zu reanimieren, allerdings vergeblich. Der Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen.

Die angerückte Feuerwehr hatte die Unfallstelle schnell abgesperrt. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich vor allem um die Insassen des überholten Wagens, die den Unfall hatten mit ansehen müssen. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde von der Staatsanwaltschaft Amberg ein Sachverständiger eingeschaltet. Das Auto des Verursachers wurde beschlagnahmt. Alkohol war laut Viehauser nicht im Spiel.

Besonders tragisch: Die Unfall ereignete sich nur eine kurze Strecke von der Wohnung der 67-Jährigen entfernt. "Vielleicht fünf Meter weiter, und die Frau wäre in der Hofeinfahrt zu ihrem Wohnblock gewesen," sagte Egid Viehauser gegenüber der Redaktion der Oberpfalzmedien.
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