Nach der Messerattacke in Maxhütte-Haidhof Haftbefehl erlassen
Vorwurf: Versuchter Totschlag

(Foto: dpa)
Vermischtes
Maxhütte-Haidhof
02.01.2017
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Gegen den 62-Jährigen, der in der Neujahrsnacht einen 36-Jährigen durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt hatte, erließ der Ermittlungsrichter am Montagvormittag Haftbefehl wegen versuchten Totschlags. Das Opfer ist in stabilem Zustand und wurde gestern Nachmittag vernommen. Wie berichtet, gerieten die beiden Männer am Sonntag gegen 1.30 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in Maxhütte-Haidhof in Streit.

Während der Auseinandersetzung stach der 62-jährige Regensburger mit einem Klappmesser mehrmals auf seinen Kontrahenten ein. Das Messer wurde in der Wohnung gefunden. Ob es der 62-Jährige in der Hosentasche trug oder ob es in der Wohnung lag, müsse noch ermittelt werden, erklärte Marco Müller, Sprecher des Polizeipräsidiums auf Nachfrage der Redaktion. Beamte der Kripo Amberg befragten gestern Zeugen, auch weitere Bewohner des Mehrfamilienhauses, die in keiner Beziehung zu den beiden Kontrahenten stehen. Hinweise zum Motiv - unseren Informationen nach soll der 36-Jährige auf der Suche nach seiner Ex-Freundin gewesen sein - erhofft sich die Kripo von der 63-Jährigen, bei der der vermeintliche Messerstecher zu Besuch war. "Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine Angaben zu den Inhalten der Vernehmungen bzw. den Hintergründen der Auseinandersetzung gemacht werden", teilte das Präsidium mit. Die beiden Männer kannten sich bereits vor der Auseinandersetzung, obwohl das Opfer in Nordrhein-Westfalen gemeldet ist. Nicht auszuschließen ist, dass es in dem Haus an der Bahnhofstraße einmal gewohnt hat oder wohnt.
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