Maik Scheermann stellt sein Kunstwerk "Holzmantel" am Waldhaus auf - 500 Holzstämmchen
Umdenken ins Rollen bringen

Lokales
Mehlmeisel
16.04.2013
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Es regnet leicht, ein steifer Wind bläst einem um die Ohren und Schneereste auf dem Waldhaus-Gelände erinnern noch an den erst kürzlich vergangenen Winter. In Gummistiefeln und wetterfeste Jacken verpackt, sind Werner Matt und Josef Schinner dabei, kleine Fichtenstämme an der bereits fertigen Stahlkonstruktion zu befestigen.

Die beiden ehemaligen Mehlmeiseler Forstwirte helfen Maik Scheermann, voller Respekt und Anerkennung für den Künstler und sein Kunstwerk, den Holzmantel anzulegen. "Holzmantel" - so hat Scheermann sein Projekt betitelt, das er damals als Skizze zum Energy-in-art-Wettbewerb eingereicht hat.

Noch am Abend hatte er einen wichtigen Termin in Berlin. Jetzt aber - in aller Früh - ist er wieder voller Tatendrang und mit viel Freude an seinem Projekt am Waldhaus, das er vor der Bewerbung gar nicht kannte, längst aber angetan ist von der Schönheit des von dichten Wald umgebenen Geländes. Knapp fünf Meter Durchmesser wird die mit Holz verkleidete Stahlkugel haben, die für die Energieholznutzung gestern, heute und morgen steht.

Sie symbolisiere Bewegung, wie eine Kugel eben, die - im Wechselspiel - aus dem Wald heraus- und wieder hineingerollt werde, erklärt der Berliner Künstler sein Werk, das auch die Nachhaltigkeit der Holznutzung betonen soll.

500 Stämmchen wird der "Holzmantel" verschlucken. Für sechs Stück braucht es rund eine Stunde. Maik Scheermann wünscht sich auch, dass irgendwann einmal Vögel in dem "Holzmantel" nisten und Leben in die Skulptur kommt. Auch Bürgermeister Günter Pöllmann freut sich auf das Kunstwerk, das, "zum Waldhaus und seiner Philosophie passt und ein Mosaikstein sein wird im Weiterbau am Informationszentrum Wald".

Übergabe am 20. Mai

Am Pfingstmontag, 20. Mai, wird das Projekt beim Waldhausfestes der Öffentlichkeit übergeben.
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