Mehlmeiseler Bürgermeister kämpft erfolgreich um Bargeldversorgung in der Fichtelgebirgsgemeinde
Sparkasse geht, Commerzbank kommt

Bürgermeister Franz Tauber (rechts) dankt Wolfgang Bauer für die Filiale der Commerzbank. Bild: bkr
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Mehlmeisel
21.12.2016
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Mehlmeisel. "Sie sollten Mehlmeisel nicht unterschätzen", sagte Bürgermeister Franz Tauber bei der Gemeinderatssitzung am 24. Oktober an die Adresse der Sparkasse Bayreuth. Das Geldinstitut hatte zuvor die Schließung der Geschäftsstelle bekanntgegeben. Nun ist die Überraschung perfekt: Die Commerzbank eröffnet eine Filiale im Ort.

"Es ist fast ein historischer Moment nach dem langen Hin und Her mit den Sparkassen und Banken", betonte sichtlich erleichtert das Gemeindeoberhaupt am Dienstag. Zum Pressegespräch gekommen war auch Wolfgang Bauer, Direktor und Niederlassungsleiter der Bayreuther Commerzbank.

Nach der Mitteilung über die Schließung der Geschäftsstelle ließ Bürgermeister Franz Tauber nichts unversucht, seinen Bürgern auch künftig eine Bargeld-Quelle zu bieten. Von ihnen hatte er den klaren Auftrag: "Schau, dass du wieder einen Geldautomaten oder eine Bank herbringst." Und es hat geklappt.

Tauber blickte auf die schwierigen Wochen zurück, insbesondere auf die Gespräche und Verhandlungen mit der Bayreuther Sparkasse. Nicht zuletzt überreichten die Freien Wähler in dieser Woche Landrat Hermann Hübner 920 Protest-Unterschriften der Mehlmeiseler.

Zwischenzeitlich besteht aber Einigkeit mit der Sparkasse über den Verkauf der Geschäftsstellenräume im Mehlmeiseler Rathaus an die Gemeinde. Der Kaufpreis liegt im mittleren bis unteren fünfstelligen Bereich, informierte Tauber. "Die Gemeinde wird die Räumlichkeiten übernehmen.". Jetzt müsse ein Schlussstrich gezogen und in die Zukunft geblickt werden. "Mit einem aber hatte die Sparkasse nicht gerechnet, mit dem hartnäckigen Widerstand der Mehlmeisler", freute sich Tauber. Ob nun die Commerzbank einen Teil der Räumlichkeiten der Sparkassengeschäftsstelle übernimmt ist noch offen. Genug Platz steht ebenfalls im Haus des Gastes zur Verfügung.

Die Entwicklung in Mehlmeisel verfolgte Wolfgang Bauer aufmerksam. Über ein Schreiben von Franz Tauber freute er sich und sondierte mit ihm die Situation. Schnell wurde ein gemeinsamer Nenner für eine Filiale für den Ort und die Region gefunden. (Hintergrund)
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