14.01.2018 - 20:00 Uhr
MehlmeiselOberpfalz

Prunksitzungen der Faschings- und Tanzgesellschaft Helenesia In wilder Fahrt durch Auftritte

Die Ruhe ist nur von kurzer Dauer. Lediglich für die "wortlose" Begrüßung durch Christina und Sybille hält das närrische Volk in der voll besetzten Turnhalle inne. Dann aber zündet ein vierstündiges Feuerwerk an Tanz, Show, flotten Sprüchen und allerlei Informationen.

von Gisela KuhbandnerProfil

Immer wieder unterbrach bei den Prunksitzungen am Freitag und Samstag großer Applaus die Moderation von Helenesia-Präsident Günther Daubner, den am zweiten Tag Vize Horst Prokisch unterstützte. Nach einem sehr rhythmischen Gardetanz der Jugend hüpften und sprangen die "frechen Früchtchen", die zwei- bis sechsjährigen "Minis", sofort in die Herzen des Publikums, wobei sich die Jüngsten nach ihrem aufregenden Auftritt gleich wieder in die Arme der Mamas kuschelten.

Stolz auf ihre neuen Kleider, die sich der Verein einiges kosten ließ, sind die Junioren, die anschließend mit ihrem Gardetanz begeisterten. Tanzmariechen Celina zeigte eine Kür vom Feinsten. Sie wirbelte fehlerlos und scheinbar federleicht über die Bühne. Eine fetzige, knallbunte Geburtstagsparty ging beim Schautanz der Jugend über die Bühne. "Die rasante erste Fahrstunde" mit überraschendem Ausgang - einem Zwiegespräch von Marco Ehlich und Korbinian Bauer - toppten der Portner (Bauer) und der urlaubsreife Boindlkramer (Ehlich), der mit selbstverfassten Texten einen fernsehreifen Streifzug durch Mehlmeisel unternahm, "auf dem bissl Schnöi mit'm Plastikbeitl an Klausenhang oiergrutscht is" und letztendlich in der Prunksitzung landete.

Furore machten die Junioren "auf der Suche nach dem irischen Schatz" (Schautanz). Und deren beeindruckende Tanzeinlage zeigte einmal mehr, was die Mädchen drauf haben. Ein Knüller des Abends war natürlich wieder das Unisex-Ballett der Helenesia. Die Damen und Herren ließen sehr schwungvoll und kreativ die 1970er und 1980er Jahre aufleben, wobei sie, von der Komik bis zum Kostüm, alle Register zogen. Einen weiteren Höhepunkt und alljährlichen Abschluss des Abends bildete der Schautanz der Helenesia. Er entführte heuer in die gruselige Unterwelt, in der auch Celina nochmals graziös über die Bretter wirbelte.

Ebenso in Atem hatten die Besucher die viel bewunderten Auftritte der Gäste, der Tanz- und Faschingsgesellschaften aus Bayreuth, Marktredwitz, Mainleus, Veitsbronn und Wunsiedel, gehalten. Und nur Insider wissen wohl, wie viel hartes Training hinter den glanzvollen Bühnenauftritten steckt, was alles hinter dem Vorhang geleistet wird, sei es das Schneidern der prächtigen Kostüme, das Schminken und Frisieren, die Deko und das sich darum kümmern, dass jeder Schritt passt, jedes Schleifchen richtig sitzt. So gab es ganz zu Recht, neben den obligatorischen Ordensverleihungen (Bericht folgt), auch Ehrungen und kleine Geschenke für die insgesamt 23 Trainer sowie Betreuer, die auch dafür gesorgt haben, dass Gemeinschaft und Spaß, nicht zu kurz kommen.

Immer mit dabei ist der Party Planet aus Mehlmeisel, der für den passenden Sound zur rechten Zeit sorgte und das Spektakel ins richtige Licht rückte.

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