Ferienprogramm der Freien Wähler
Erstkontakt mit Kamelen

Die Freien Wähler Mitterteich um Vorsitzenden Ernst Bayer (hinten rechts) ermöglichten es einer Gruppe von Kindern, die vier Kamele der Familie Richter in Schönfeld kennenzulernen. Bild: exb
Freizeit
Mitterteich
18.08.2017
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Schnell hatten sie Kasimir, Omar, Sheela und Fatme ins Herz geschlossen: Einer Gruppe von Kindern ermöglichten die Freien Wähler Mitterteich eine Begegnung mit vier Kamelen.

Mitterteich/Wiesau. Im Rahmen des Ferienprogramms hatten die Freien Wähler zu einer Radtour zu den "Oberpfälzer Kamelen" nach Schönfeld eingeladen. Los ging es beim ehemaligen Mitterteicher Bahnhof. Zunächst fuhren die Kinder mit ihren Begleitern auf dem Radweg nach Leugas. Dort bog man ab und radelte zum "Pechofen". Anhand des von der Berufsschule Wiesau gefertigten Modells erklärte ihnen Ernst Bayer den Aufbau und die Arbeitsweise eines Pechofens. Für die Kinder war das natürlich neu und sie stellten zahlreiche Fragen.

Danach fuhr die Gruppe weiter nach Schönfeld. Dort wartete bereits die Familie Richter mit Kasimir, Omar, Sheela und Fatme auf die Kinder. Zunächst erzählte Claudia Richter viel Wissenswertes. Geboren wurden alle vier Tiere in Deutschland, die Rasse ist jedoch in der Mongolei heimisch. Daher sind kalte Temperaturen für sie überhaupt kein Problem, was natürlich ein Vorteil in der ebenfalls häufig kalten Oberpfalz ist. Die Besitzerin informierte weiter, dass die Kamele zwischen 7 und 13 Jahren alt sind und zwischen 400 und 700 Kilo wiegen. Ihre Lebenserwartung liegt bei 30 bis 40 Jahren.

Sorge unbegründet

Nun ging es auf die Koppel. Die Betreuer fragten sich: "Wie werden die Kinder auf die Kamele und die Kamele auf die Kinder wirken?" Claudia Richter beruhigte: "Die Kamele sind ganz friedlich." Dennoch war die Anspannung bei den Betreuern recht groß: Werden die 8- bis 11-jährigen Kinder Angst vor so großen Tieren haben? Doch die Sorge war unbegründet. Die Kamele lagen friedlich auf dem Boden. Einige Kinder gingen ohne Scheu hin, streichelten und kraulten die Tiere, während andere noch etwas zurückhaltend waren. Das Streicheln und Kraulen schien den Kamelen zu gefallen, denn sie ließen es gern über sich ergehen.

Nach einer kurzen Erfrischungspause kam der Höhepunkt des Ausflugs: das Kamelreiten. Einige Kinder stellten sich lieber neben die Tiere, doch die meisten wollten reiten, allen voran die Mädchen. Dann wurden Omar und Fatme gesattelt und es sollte losgehen. Aber weil Kamele ihren eigenen Kopf haben, waren sie nicht bereit, sich zum Aufsteigen hinzulegen. So wurden die Kinder hinaufgehoben. Sheela lief ohne Reiter mit, Kasimir war gar nicht dazu zu bewegen, einen Schritt zu gehen. Den Kindern machte der Ritt auf einem "Wüstenschiff" sichtlich Spaß.

Bevor man sich verabschiedete, hatten die Begleiter noch einige Fragen an die Besitzer. Was haben Sie in Zukunft mit den Kamelen vor? Kann man die Kamele auch mit der Familie besuchen? Die Familie erwiderte, dass sie in nächster Zeit plane, geführte Wanderungen und Ritte anzubieten. "Wenn alles gut läuft, wollen wir auch mit dem Züchten anfangen." Kinder und Begleiter waren sich einig: Ein Besuch bei diesen exotischen Tieren lohnt sich. Nun hieß es Abschied nehmen von den Tieren. Der Dank der Besucher für den wunderbaren Nachmittag kam von Herzen. Natürlich versprachen sie, bald wieder vorbeizuschauen.

Für jedes Kind ein Foto

Auf dem Rückweg wurde im Kreislehrgarten noch eine kurze Pause eingelegt. Zurück am Ausgangspunkt wartete noch eine kleine Überraschung: Jedes Kind erhielt ein Foto, das es beim Reiten oder Streicheln der Kamele zeigt.
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