02.05.2017 - 20:00 Uhr
MitterteichOberpfalz

Bunte Unterwelt im Josefsheim

Das Publikum im Josefsheim war schwer beeindruckt: Die Musiktheaterklasse der Kreismusikschule unter der Gesamtleitung von Carol Bischoff präsentierte mit einem kleinen Vier-Mann-Orchester die Buffo-Oper "Orpheus in der Unterwelt" von Jacques Offenbach.

Die musikalische Begleitung übernahm ein vierköpfiges Orchester. Bild: zch
von Autor ZCHProfil

Bei der Premiere des Stücks glänzten die Mitglieder der Erwachsenentruppe in phantastischen Kostümen vor einem tollen Bühnenbild mit großartigen schauspielerischen und sängerischen Leistungen. Das Orchester, Jakob Johannes Schröder (Violine), Stefan Jordanesku (E-Bass) und Max Schmidkonz (Schlagzeug), sorgte unter der musikalischen Leitung von Cezary Antkowiak am E-Piano mit Temperament oder einfühlsamen romantischen Weisen gekonnt für die passende Musik zu den Liedern und Arien.

Spaß und Anspielungen

Mit von der Partie waren einige Ballettmädchen der Klasse Sylvia Brauneis, die bei dem überaus berühmten "Höllen-Cancan" eine grandiose Tanznummer aufs Parkett legten und Bravorufe für ihre Darbietung ernteten. Die "komische Oper" in zwei Akten und vier Bildern bot jede Menge Spaß und Anspielungen auf die Doppelmoral der "besseren Gesellschaft" gegen Ende des 19. Jahrhunderts.

Das Stück spielt im antiken Griechenland, wo die mit ihrer Ehe unzufriedene Eurydike (Gertrud Hankl) vom liebestollen Herrscher der Unterwelt Pluto (Lutz Beckmeyer) in die Unterwelt entführt wird. Gertrud Hankl spielte die Eurydike mit Witz und Charme. Bernhard Müller war als ihr Gatte Orpheus humorvoll der treulose Ehemann, der sich nur wegen der öffentlichen Meinung auf die Suche nach seiner Gemahlin macht. Die öffentliche Meinung (Liane Preininger) ist eine allegorische Person, die sowohl die Menschen als auch die Götter im Olymp manipulieren kann und dies auch schamlos tut.

Rhythmischer Beifall

Großartig war auch Wolfgang Braun, als einerseits gelangweilter, andererseits liebestoller Gott Jupiter. Besonders hervorzuheben ist Lutz Beckmeyer, der als Pluto wunderbar süffisant die Götterschar im Hades bewirtet und ein rauschendes Fest für alle veranstaltet, das in dem berühmten Cancan gipfelt. Viel Szenenapplaus und nicht enden wollender rhythmischer Beifall am Ende war der Lohn für die Mitwirkenden.

Wer die ersten Aufführungen verpasst hat, kann einen Besuch noch nachholen - am 5. Mai um 20 Uhr in Wiesau (Pfarrzentrum), am 7. Mai um 17 Uhr in Waldsassen (Städtische Turnhalle), am 20. Mai in Plößberg (Kultursaal), am 21. Mai in Kemnath (Turnhalle der Realschule), am 27. Mai um 19.30 Uhr in Tirschenreuth (Kettelerhaus) und erneut am 28. Mai um 17 Uhr in Tirschenreuth (Seebühne). Der Eintritt ist frei.

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