29.08.2017 - 20:00 Uhr
MitterteichOberpfalz

Frauenbund-Chor feiert Jubiläum Fest verankert im liturgischen Leben

Vor fünf Jahren stand der Chor des Mitterteicher Frauenbundes schon einmal vor dem Aus. Dann übernahm Stilla Schuller und weitete die Aktivitäten stetig aus. Am kommenden Sonntag, 3. September, wollen die Sängerinnen dieses kleine Jubiläum feiern.

Seit mehr als zwanzig Jahren besteht der Chor des Katholischen Frauenbundes, seit fünf Jahren leitet ihn Stilla Schuller (links neben Marina Schiffmann (mit Gitarre). Am 3. September wird dieses kleine Jubiläum mit einem Dankgottesdienst in der Stadtpfarrkirche gefeiert, wozu die Bevölkerung herzlich eingeladen ist. Unser Bild zeigt den Chor vor der Stadtpfarrkirche.
von Josef RosnerProfil

In der katholischen Stadtpfarrkirche beginnt um 19 Uhr ein festlicher Dankgottesdienst mit Stadtpfarrer Anton Witt. Natürlich übernimmt der Frauenbund-Chor die musikalische Gestaltung. Willkommen sind alle Interessierten.

Eine Frauensinggruppe gibt es in der Pfarrei schon weit über 20 Jahren. Unter verschiedenen Leiterinnen umrahmten die Frauen sporadisch Gottesdienste und Andachten sowie verschiedene Feiern des Frauenbundes. Als Gemeindereferentin Gertrud Hankl im September 2012 nach Waldsassen versetzt wurde, schien das Aus der Singgruppe gekommen. Zur Verabschiedung von Gertrud Hankl, sozusagen als Dankeschön, sollten die Frauen unter der Leitung von Stilla Schuller ein letztes Mal auftreten. Doch es kam anders.

Als Stadtpfarrer Anton Witt verkündete, dass die Singgruppe unter der Leitung von Stilla Schuller weiter existieren würde, war die Überraschung groß - nicht einmal Stilla Schuller selbst wusste davon. Doch sie war gerne bereit, weiterzumachen. Heute gehören dem Frauenbund-Chor 20 Frauen im Alter von 22 bis 88 Jahren an. Die Sängerinnen streben nicht nach Perfektionismus, sondern engagieren sich rein aus Freude am Singen.

Über Mitterteich hinaus

Unter der Leitung von Stilla Schuller, die wöchentliche Singstunden einführte, erweiterte der Chor nicht nur sein Repertoire, sondern auch die Auftrittsorte. Und so kamen auch immer mehr Mitgliedsanfragen von Frauen außerhalb der Stadt. Inzwischen sind neben Mitterteicherinnen auch Frauen aus Hofteich, Waldsassen und Tirschenreuth im Chor engagiert. Mit Marina Schiffmann wurde noch eine Gitarristin gefunden, die einfühlsam und führungsstark die Musikstücke begleitet.

Der Chor ist in Mitterteich ein fester Bestandteil des liturgischen Lebens geworden. So werden neben den monatlichen Frauenmessen auch Maiandachten, Rosenkranzandachten und Kreuzwege begleitet. Hinzu kommen Jahrgangsmessen und alle zwei Monate die Trauerandachten. Bei einem Klassentreffen wurde erstmals die Bauernmesse von Anette Thoma (umgeschrieben für zwei Stimmen von Chordirektor Matthias Schraml) aufgeführt, gemeinsam mit der Stubenmusik Burger.

Nicht nur kirchliche Lieder

Fester Bestandteil der Jahresplanung sind ökumenische Passions- und Adventsingen. Brautleutetage und ein Erstkommunion-Gottesdienst wurden auch schon gestaltet. Ein Requiem in Waldsassen musste dagegen eine einmalige Angelegenheit bleiben, da viele der "Mädels", wie das Leitungsteam ihre Sängerinnen nennt, berufstätig sind. Dagegen wurde die Einladung zum Stiftländer Adventsingen in der Kapplkirche gerne angenommen. Doch nicht nur kirchliche Lieder stehen auf dem Plan. Bei den Feiern des Frauenbundes werden auch Weihnachts- und Frühlingslieder oder auch alte Schlager gesungen. Natürlich kommt bei allem Engagement die Gemeinschaft nicht zu kurz. So geht man mal spontan zum Eisessen oder in die Pizzeria, was den Zusammenhalt fördert.

Jede Frau, die gerne singt und sich einbringen möchte, ist gerne beim Frauenbund-Chor gesehen. Geprobt wird normalerweise jeden Montag um 19 Uhr im Josefsheim.

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