Orgelklang und Trompetenschall

Kirchenmusikdirektor Prof. Matthias Eisenberg bei seinem Mitterteicher Gastspiel im Jahr 2014. Archivbild: jr
Kultur
Mitterteich
12.10.2017
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In der Mitterteicher Stadtpfarrkirche treffen wieder Orgel und Trompete in einem Konzert aufeinander: Es gastieren am Donnerstag, 19. Oktober, die Künstler Joachim Schäfer und Professor Matthias Eisenberg.

Drei Jahre nach ihrem letzten Auftritt vor Ort kommen die beiden Virtuosen auf Einladung des Kirchenmusik-Fördervereins erneut gemeinsam nach Mitterteich. Zu Gehör kommen klassische Werke der Kirchenmusik. Beginn des Konzerts ist um 20 Uhr, der Eintritt kostet 10 Euro. Karten gibt es im Pfarrhof.

Joachim Schäfer gilt als einer der führenden Trompeter seiner Generation. Seine Ausbildung erhielt der gebürtige Dresdner an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" in Dresden. Schäfer ist Gründer und Leiter mehrerer Ensembles. 1999 rief er das nach ihm benannte Trompetenensemble ins Leben. Seit 2006 spielt es in der einzigartigen Besetzung mit sechs Piccolo-Trompeten, zwei tiefen Trompeten, Pauken und großem Continuo. Damit konnte der Klang an den einstigen Königs- und Fürstenhöfen wieder erlebbar gemacht werden. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet Schäfer außerdem mit dem Preußischen Kammerorchester. 2014 gab Joachim Schäfer mehrere Konzerte mit dem Münchener Bach-Orchester und den Dresdner Kapellsolisten. Zusammen mit dem Münchener Bach-Orchester führte ihn eine große Tournee mit Johann Sebastian Bachs Brandenburgischen Konzerten nach Japan.

Matthias Eisenberg, geboren 1956 in Dresden, stammt aus einem traditionsreichen musikalischen Umfeld. Seit seinem fünften Lebensjahr erhielt er Klavierunterricht, schon mit neun Jahren war er Organist in seiner Heimatstadt und in umliegenden Kirchengemeinden. Eisenberg studierte in Leipzig an der Hochschule "Felix Mendelssohn Bartholdy" bei Wolfgang Schetelich und war mehrfach Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe.

Bei zahlreichen Orgelneubauten und -renovierungen wurde Eisenberg als Spezialist hinzugezogen. 1980 wurde er als Gewandhausorganist zu Leipzig verpflichtet, wo er gleichzeitig Cembalist des Leipziger Bachorchesters war. Nach kirchenmusikalischer Tätigkeit in Frankfurt/Main und Hannover konzertierte er als Organist und Cembalist und spielte zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen ein. Konzertreisen führten ihn durch viele Länder Europas sowie in die USA, nach Kanada, Lateinamerika und Asien.

Von 1992 bis 2004 war Eisenberg Kirchenmusiker an St. Severin in Keitum/Sylt. Von dort aus setzte er seine Konzerttätigkeit auf dem Festland unvermindert fort. Zu einem großen Erfolg wurde im Januar 2001 sein erster Auftritt nach 15 Jahren im Leipziger Gewandhaus: In dem seit Wochen ausverkauften Haus erklatschte sich das Publikum mit stehenden Ovationen eine Zugaben-Serie von mehr als einer Stunde. Im Jahr 2003 wurde Matthias Eisenberg zum Professor und Kirchenmusikdirektor ernannt. Von November 2004 bis Juni 2013 war er Kantor und Organist im Schwesternkirchenverbund der Moritz-, Luther- und Johanniskirche in Zwickau.
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