1:2 gegen Fortuna Regensburg die erste Heimniederlage - SVM über 70 Minuten in Überzahl
Mitterteich rennt zu hektisch an

Der SV Mitterteich kassierte am Samstag gegen Fortuna Regensburg mit 1:2 die erste Heim-niederlage in dieser Saison. Hier trennt Mauricio Göhlert (grünes Trikot) den Regensburger Özkan Kochan vom Ball. Bild: Cyris
Lokales
Mitterteich
24.08.2014
9
0

"Um diesen starken Gegner bezwingen zu können, hätten wir einen Sahnetag erwischen müssen, aber das haben wir nicht", stellte Trainer Reinhold Schlecht nach der ersten Heimniederlage des SV Mitterteich in dieser Saison gegen den SV Fortuna Regensburg fest. Bei den Stiftländern ist nach einem überraschenden Hoch, mit zwischenzeitlicher Tabellenführung, nunmehr der Fußball-Alltag eingezogen.

"Das war eine berechtigte Niederlage, denn wenn man es nicht schafft, über 70 Minuten lang gegen zehn Mann ein Tor zu erzielen, hat man den Sieg nicht verdient", sagte Schlecht nach der 1:2-Einbuße. Allerdings habe die Fortuna eine sehr gute Mannschaft mit ausgezeichneten Einzelspielern. Das sei schon Extraklasse in dieser Liga. "Von meiner Truppe hatte ich mir nach der Pause aber mehr Druck gewünscht. Was mich ärgert, war die Entstehung der beiden Gegentreffer. Genau davor hatte ich gewarnt."

Kollege Helmut Zeiml sprach von einem extrem schweren Spiel, vor allem nach der Roten Karte. "Der Elfmeter war berechtigt, da ist jede Diskussion überflüssig. Wir hatten gute Möglichkeiten zum 3:1, haben es aber nicht gemacht."

Doppelschlag der Gäste

Beide Teams begannen engagiert. Die Platzherren hatten die erste gute Aktion, aber damit konnten sie den athletischen Kontrahenten nicht einschüchtern. Dieser verschaffte sich mit schnellem Spiel Respekt und schlug innerhalb von vier Minuten zwei Mal gnadenlos zu. Die heimische Abwehr hinterließ nicht nur in dieser Zeitspanne einen unsicheren Eindruck. Freistoß-Experte Hezer jagte den Ball Richtung langen Pfosten, dort stand Destanov frei und köpfte unhaltbar für Scharnagl ein. Die Gastgeber hatten diesen Rückstand noch nicht verarbeitet, da klingelte es bereits zum zweiten Mal in ihrem Kasten. Klica versenkte den Ball im langen Eck.

In der 17. Minute drang Nedbaly in den Strafraum ein und wurde von Keeper Kister rüde von den Beinen geholt. Der Torwart sah berechtigt die Rote Karte, Meisel ließ beim Elfmeter Ersatztorhüter Lautenschlager keine Chance. Nun hoffte man im SVM-Lager auf eine Wende, hatte aber die Rechnung ohne die exzellent aufspielende Fortuna gemacht.

Die besseren Chancen eröffneten sich der Fortuna. Zettl rettete gegen den freien Arlind Morina und ein Abschluss von Hezer "streichelte" den Pfosten. Es brannte lichterloh vor Scharnagl, dessen Vorderleute schwächelten. Gegen Ende der ersten Halbzeit scheiterte Göhlert an Lautenschlager, Stilp verzog eine Direktabnahme und Meisel sah den mitgelaufenen Nedbaly nicht. Vor allem letztere Möglichkeit hätte den Gleichstand bringen können.

SVM mit der Brechstange

Die Gastgeber reagierten mit zwei frischen Kräften, aber die Uhr tickte unbarmherzig gegen sie. Als Hösl in der 57. Minute abzog, verdiente sich Lautenschlager Beifall, denn er schnappte sich die Kugel sicher. In der 62. Minute ahndete der Unparteiische eine klare Tätlichkeit von Papilion gegen Nedbaly nicht. Mit der Brechstange erreichten die Stiftländer bis zum Schlusspfiff nichts. Sie rannten viel zu hektisch an.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.