Frauenbund Mitterteich feiert am Sonntag 100-jähriges Bestehen - Einsatz für guten Zweck
Im Leben der Stadt fest verankert

Diese Aufnahme zeigt eine Probe aus den Anfangstagen des Frauenbundchors vor etwa 25 Jahren. Die heutige Ehrenvorsitzende Ursula Thoma (Zweite von rechts) ist auch heute noch aktiv dabei. Bild: hfz
Lokales
Mitterteich
03.05.2013
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"Wir haben in all den Jahren schon viele Tausend Euro gespendet", betont Vorsitzende Gabriele Kinker vom Katholischen Frauenbund. In den vergangenen Jahrzehnten hätten fleißige Damen dies durch Stricken, Backen und Basteln erwirtschaftet. Am kommenden Sonntag feiert der Mitterteicher Ortsverein sein 100-jähriges Bestehen.

Der Katholische Frauenbund Mitterteich wurde im Herbst 1913 als Zweigverein gegründet. Leider existieren aus den Gründertagen keine Unterlagen mehr. Diese seien während des Zweiten Weltkriegs im Pfaffenreuther Bergwerk aufbewahrt worden und anschließend verloren gegangen, wie es hieß. Als einzige Quelle dienen daher die Erzählungen älterer Mitglieder. Diese berichten, dass man schon frühzeitig um ein abwechslungsreiches Programm bemüht gewesen sei.

Berta Helfrecht, die 21 Jahre lang den Vorsitz führte, sowie Emmi Franz und Elisabeth Schraml sorgten für ein breitgefächertes Angebot. Bis zu seiner Versetzung im Jahr 1958 war Katechet Gustav Strobl geistlicher Beirat. Diese Aufgabe übernahm dann bis 1971 geistlicher Rat Josef Neidl. Danach begleitete Stadtpfarrer Siegfried Richter die Frauen, ehe 2006 Stadtpfarrer Anton Witt diese Aufgabe übernahm. Früher hatten sich die Damen auch dem Theaterspiel verschrieben, das 1962 von Betty Mörtl, Anni Hecht und Maria Wührl eingeführt wurde. Seitdem ist es Tradition, dass die Damen bei bestimmten Anlässen kleinere Stücke aufführen.

Chor und Bastelgruppe

Betty Mörtl war es auch, die 1977 die Leitung des Frauenbunds übernahm. Dieses Amt hatte sie in der Folge elf Jahre lang inne. Unterstützt wurde sie von der langjährigen Kassiererin Klara Petersilie, die 18 Jahre lang die Finanzgeschäfte des Vereins führte. Von 1988 bis 2005 stand Ursula Thoma an der Spitze des Frauenbunds. Sie ist heute auch Ehrenvorsitzende des Vereins. In ihre Zeit fiel die Gründung der Eltern-Kind-Gruppen, des Frauenbundchors und der Bastelgruppe.

Seit acht Jahren führt Gabriele Kinker den Verein, der aktuell 180 Mitglieder zählt. Der Frauenbundchor wurde bis zum vergangenen Jahr von Gertrud Hankl geleitet, heute ist Stilla Schuller verantwortlich. Unterstützung findet sie bei Marina Schiffmann, die den Chor mit ihrer Gitarre begleitet.

Die Aktivitäten des Katholischen Frauenbunds wurden in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich ausgebaut. Bildungsangebote, Einkehrtage und Vorträge sind fester Bestandteil des Vereinslebens. "Der Katholische Frauenbund ist im gesellschaftlichen Leben der Stadt fest verwurzelt", betont Vorsitzende Gabriele Kinker. Auch im kirchlichen Leben hat der Frauenbund seinen festen Platz. Großen Wert legen die Damen auf ihr caritatives Werk. Regelmäßig treffen sie sich zum Stricken, Basteln und Backen. Die Waren werden anschließend für einen guten Zweck verkauft. Allein in den vergangenen Jahren 15 Jahren hätten die Damen über 20 000 Euro gespendet.

Mitglieder-Ehrungen

Den 100. Geburtstag möchte der Verein nun gebührend feiern. Beginn der Feierlichkeiten ist am Sonntag um 15 Uhr mit einem Festnachmittag im Josefsheim, zu dem alle Mitglieder eingeladen sind. Diözesanvorsitzende Elisabeth Popp aus Regensburg wird die Festrede halten, zudem werden langjährige und verdiente Mitglieder geehrt.

Um 19 Uhr zelebrieren Stadtpfarrer Anton Witt und geistlicher Bezirksbeirat Thomas Vogl (Waldsassen) einen Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Jakob. Musikalisch gestaltet wird die Feier vom Frauenbundchor.
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