20.08.2014 - 00:00 Uhr
MitterteichOberpfalz

Joachim Schäfer und Matthias Eisenberg geben Konzert in Mitterteicher Stadtpfarrkirche Trompete trifft auf Orgel

Zwei hochklassige Musiker gastieren am Samstag in der Stadtpfarrkirche: Auf Einladung der Kirchenmusik St. Jakob geben Joachim Schäfer und der in Mitterteich bereits gut bekannte Matthias Eisenberg ein Trompeten- und Orgelkonzert. Ab 19.15 Uhr bringen sie Werke von Johann Sebastian Bach, Tomaso Albinoni, Henry Purcell und anderen berühmten Komponisten zu Gehör.

Matthias Eisenberg war bereits mehrfach in Mitterteich zu Gast. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Joachim Schäfer gilt als einer der führenden Trompeter seiner Generation, wie es auf seiner Internetseite heißt. "Er überzeugt Publikum und Kritik regelmäßig durch seine technische Souveränität sowie sein müheloses, stilsicheres und dynamisch sensibles Spiel, mit dem er auf der Trompete hohe Maßstäbe setzt", so die Beschreibung. Seine Ausbildung erhielt der gebürtige Dresdner an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" in Dresden. Konzertreisen führten ihn quer durchs Land sowie unter anderem nach Italien, Frankreich, Tschechien, Polen, in die Slowakei und in die USA.

Ensemble-Gründungen

Schäfer ist Gründer und Leiter mehrerer Ensembles. 1999 rief er das nach ihm benannte Trompetenensemble ins Leben, das zunächst in einer Besetzung mit drei Piccolo-Trompeten und Orgel konzertierte. Seit 2006 spielt die erfolgreiche Gruppe in der einzigartigen Besetzung mit sechs Piccolo-Trompeten, zwei tiefen Trompeten, Pauken und großem Continuo. Damit konnte musikalisch der Klang an einstigen Königs- und Fürstenhöfen wieder erlebbar gemacht werden. Einladungen führten die Truppe zu Festivals in ganz Deutschland.

Weiter gründete Joachim Schäfer das Kammerensemble Dresdner Solisten, eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Preußischen Kammerorchester. Mit Hingabe widmet sich Schäfer Transkriptionen und Bearbeitungen von Werken großer Künstler wie etwa Johann Sebastian Bach. Seit 1998 erscheinen beim Heidelberger Label Christophorus regelmäßig CD-Aufnahmen.

Matthias Eisenberg stammt aus einem traditionsreichen musikalischen Umfeld, wie auf seiner Internetseite zu lesen ist. 1956 wurde er in Dresden geboren. Seit seinem fünften Lebensjahr erhielt er Klavierunterricht, nach den ersten Versuchen an der Orgel war er schon ab dem neunten Lebensjahr Organist in seiner Heimatstadt und in umliegenden Kirchengemeinden.

Internationale Preise

Eisenberg studierte in Leipzig an der Hochschule "Felix Mendelssohn Bartholdy" bei Wolfgang Schetelich und war mehrfach Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe. "Auf der Grundlage seines umfassenden, jederzeit abrufbereiten Repertoires hatte er sich eine für einen Organisten ungewöhnliche Popularität erspielt. Zudem gilt er als Meister der freien Improvisation", so die Beschreibung auf seiner Website. Bei zahlreichen Orgelneubauten und -renovierungen wurde er als Spezialist hinzugezogen. 1980 wurde Eisenberg als Gewandhausorganist zu Leipzig verpflichtet, wo er gleichzeitig Cembalist des Leipziger Bachorchesters war. 1986 erfolgte die Übersiedlung in den Westen. Nach kirchenmusikalischer Tätigkeit in Frankfurt am Main und Hannover konzertierte er als Organist und Cembalist und spielte zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen ein. Konzertreisen führen ihn in viele europäische Länder sowie in die USA, nach Kanada, Lateinamerika und Asien.

Von 1992 bis 2004 war Eisenberg Kirchenmusiker an St. Severin in Keitum/Sylt. Von dort aus setzte er seine Konzerttätigkeit auf dem Festland unvermindert fort. "Zu einem geradezu triumphalen Erfolg wurde im Januar 2001 sein erster Auftritt nach 15 Jahren im Leipziger Gewandhaus: In dem seit Wochen ausverkauften Haus erklatschte sich das Publikum mit stehenden Ovationen eine Zugaben-Serie von mehr als einer Stunde", heißt es weiter auf der Internetseite des Künstlers.

Im Jahr 2003 wurde Matthias Eisenberg zum Professor und Kirchenmusikdirektor ernannt. Seit November 2004 ist er Kantor und Organist an der Luther-, Moritz- und Johanniskirche in Zwickau.

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