Mundartautor Paul Neugirg und "Grenzgangmusik" gestalten heiteren Abend in der Grundschule
Oberpfälzer "die echten Bayern"

Einen amüsanten Abend erlebten die Besucher am Samstagabend in der Grundschulaula, als Paul Neugirg die Oberpfalz hochleben ließ. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
29.04.2013
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"Die echten Bayern san mir Oberpfälzer. Bei uns stand die Wiege, net in Oberbayern", betonte Mundartautor Paul Neugirg aus Reuth am Samstagabend in der Aula der Grundschule. Mit Passagen aus seinem neuen Buch "Neie Bayerische Weltgschicht' - aaf Oberpfälzisch" sorgte er für einen amüsanten Abend. Heitere Musik steuerte die "Oberpfälzer Grenzgangmusik" bei.

Eingeladen hatte der Arbeitskreis Heimatpflege im Rahmen des Musiksommers. Vorsitzender Werner Männer und sein fleißiges Team kümmerten sich um das Wohl der Gäste, die trotz Konkurrenzveranstaltungen in passabler Zahl gekommen waren. Serviert wurden Zoigl vom Fass und deftige Brotzeiten. Auch Paul Neugirg ließ sich einen Zoigl-Krug auf seinen Tisch stellen.

"Begonnen hat alles mit dem Urknall, der Entstehung der Welt und des Menschen", so der Autor eingangs. Im breiten Dialekt verwies Neugirg etwa auf "D'Wittelsbacher", streifte das Wirtschaftswunder und kam schließlich zur Beschreibung des Regierungsbezirks: "As beste kummt ätza, aus da Oberpfalz." Dazwischen spielte immer wieder die "Oberpfälzer Grenzgangmusik", die etwa ihre ganz eigene Version von der Erschaffung von Adam und Eva zum Besten gab. Reiner Artmann sang: "Er nahm an Adam a Ripperl raus und erschuf as Everl." Später, so Artmann, habe Adam gesagt: "Oh mei, oh mei, oh mei, setzma des Ripperl wieder ei." Die Damen von der Grenzgangmusik freilich sahen die Erschaffung Adams aus einem ganz anderen Blickwinkel: "Adam war geil und gefräßig, der wär ja bald am Apfel dastickt."Ein weiteres Thema der Lesung war die Völkerwanderung. "Viele Bayern warn glücklich mit ihr: Sie schufen sich Ochs und Kuh, hom gschachert und ghandelt." Neugirg erinnerte an die Zeiten, "als Südtirol und as Kärntnerland noch in bayerischer Hand waren, als das Kloster Weltenburg gebaut wurde, alles in der Zeit zwischen 600 bis 1000". Mit vielen humorvollen Passagen brachte der das Publikum immer wieder zum Lachen - für Langeweile gab es an diesem Abend keinen Platz.
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