Peggy Fischer und Markus Thoma nehmen beim 34. Seniorenfasching das Stadtgeschehen aufs Korn
"Sind die nicht ganz dicht?"

Lokales
Mitterteich
01.02.2012
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"Ich hab' die Stadt Mitterteich auf Facebook entdeckt, nur die Mitterteicher haben dies noch gar nicht gecheckt. 7546 Einwohner haben's, doch nur 330 ham' "Gefällt mir" geklickt, des find' ich nicht nett." Diese und viele weitere kecke Sprüche waren zu hören, als die 15-jährige Peggy Fischer aus Pechbrunn und Markus Thoma aus Marktredwitz beim 34. Seniorenfasching das Geschehen in der Stadt auf die Schippe nahmen. Die beiden Mitglieder der "Rawetzer Fastnachtsfreunde" waren diesmal anstelle der "Stodratschn" dabei.

"Training für die Katz"

Natürlich bekam die Mitterteicher Feuerwehr ihr Fett weg, der Verlust zweier Fahrzeuge innerhalb eines Jahres hatte sich selbstverständlich auch in Marktredwitz herumgesprochen. "Der ADAC hat seinen Trainings-Parcours nach Mitterteich verlegt, zumindest hat dies die Mitterteicher Feuerwehr gedacht und gleich zwei Feuerwehrautos kräftig zum Schleudern gebracht. Das Training war jedenfalls echt für die Katz und die Feuerwehr braucht jetzt dringend Ersatz", lauteten die Kommentare der Büttenredner.

Fromme Leute

"Die Senioren dort haben anscheinend nur Unsinn im Sinn, die haben drei Besitzer scho' aufgearbeitet", hieß es angesichts des erneuten Eigentümerwechsels beim Mitterteicher Seniorenheim. Weiter verriet das Duo, wie es angeblich im Mehrgenerationenhaus zugeht: "Abends flippen die Senioren dann aus, tanzen mit der Jugend Hip Hop und House." Bei den Mitterteicher Stadträten handele es sich um ganz fromme Leute, wie der Büttenrede zu entnehmen war: "Bei ihrem letzten Ausflug sind sie nach Mainz gefahren. Die Besichtigung war schnell abgehakt, weil danach ein Besuch im Lokal ,Beichtstuhl' war angesagt. Ich kann euch sagen, des wurd' eine lange Nacht, weil bei den Stadträten war stundenlange Buße angesagt. Ja, wer seit 20 oder 30 Jahren im Stadtrat sitzt, der verzapft schon so manchen Mist."

Bart bleibt dran

Nicht fehlen durften Kommentare zu den Pfarrern Anton Witt und Martin Schlenk, die sich nach Ansicht des Duos recht ähnlich sehen. "Der Pfarrer Witt hat sich allen Ernstes überlegt, ob er seinen Bart, den er so lange pflegt, sich abrasiert, damit man ihn besser von Pfarrer Schlenk auseinander kennt. Doch als er ihn dann reden hörte, wusste er, dass sein Bart nicht störte. Weil der Neue kein oberpfälzisch kann, drum bleibt der Bart beim Pfarrer Witt jetzt dran."
Verwundert zeigten sich Peggy Fischer und Markus Thoma, dass die Mitterteicher bei ihrem "Jetzt red i"- Besuch in München ihr eigenes Zoiglbier dabei hatten. "Wieso, des versteh i jetzt ned - sind die eigentlich nicht ganz dicht? Beim Fernsehen wird's doch was zum Trinken geben, na da ham' die Preissn und die Franken jetzt wieder was zu reden."

"In Mitterteich ist was los"

Für viele Lacher sorgte nicht zuletzt der Hinweis auf den "Bouchbinder Franz", der als "privater Lokführer" für eine elektrifizierte Bahnstrecke plädierte. "Ja, ihr seht, in Mitterteich ist echt was los, die Bürger hier, die sind famos. Denn was kann einer Stadt mehr Freude machen, als wenn die Bürger auch mal lachen." Viel Applaus belohnte das Duo für den amüsanten Auftritt.
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