SPD-Ortsvorsitzender Johann Brandl stimmt Mitglieder auf Kommunalwahl ein
"Wir müssen die Leute aufrütteln"

Lokales
Mitterteich
19.04.2013
0
0

Kämpferisch gab sich jetzt der wiedergewählte SPD-Ortsvorsitzende Johann Brandl mit Blick auf die Kommunalwahl 2014: "Wir übernehmen Verantwortung für die Bürger. Wir werden einen Bürgermeister-Kandidaten und eine brillante Liste für den Stadtrat präsentieren", betonte er bei der Jahresversammlung in der Zoiglstube Lugert unter dem Beifall der Mitglieder.

Brandl sprach in seinem Bericht von einem rührigen Verein, der mit einer Vielzahl an Veranstaltungen aktiv gewesen sei. Unter anderem erinnerte er an Besuche bei Unternehmen und Organisationen, an eine Demonstration gegen Atomkraft in Temelin sowie die Beteiligung am städtischen Ferienprogramm. Gut angekommen sei wieder der Jahreskalender.

Im Stadtrat herrsche "noch ein gutes Miteinander". Die Auseinandersetzung in der jüngsten Sitzung wertete er als Ausnahme. Dabei seien die Dinge hochgespielt worden. Als gelungen bezeichnete er die Neugestaltung der Stadteinfahrt von Tirschenreuth her kommend. Auch der "Fit- und Fun-Park" sei eine Bereicherung. Allerdings forderte Brandl weiter ein gesamtheitliches Konzept zur Verbesserung der Verkehrsführung und zur Verbannung des Schwerlastverkehrs aus der Innenstadt.

Eigenes Konzept

Erfreulich nannte Brandl die Tatsache, dass eine alte SPD-Forderung, Photovoltaikanlagen auf gemeindlichen Dächern zu installieren, mehr und mehr umgesetzt werde. Spannend werde noch die Frage der Finanzierung der Wasserversorgung. Die SPD-Fraktion werde dazu ein eigenes Konzept erarbeiten.
Kassierer Jürgen Feldsmann bezifferte die Zahl der Mitglieder auf 84, neun weniger als noch vor einem Jahr. Seniorenbeauftragte Marlene Arnold berichtete von den Treffen ihrer Seniorengruppe, die Ausflüge dienten auch zur Pflege der Geselligkeit. Frauenbeauftragte Ute Haibach verwies auf das Engagement im Mehrgenerationenhaus.

Landtagskandidat Berthold Kellner stellte sich den Genossen vor und freute sich, dass auch die Mitterteicher Parteifreunde zuversichtlich auf die bevorstehenden Wahlen blickten. Kellner erinnerte an seine neunjährige Tätigkeit bei der Lebenshilfe in Mitterteich und verwies auf weitere berufliche Erfahrungen als Leiter eines Kindergartens und eines Seniorenheimes. "Ich habe den sozialen Dienst von der Pike auf gelernt."

Die CSU wolle er beim Wort nehmen mit ihrer Ankündigung, bis 2025 für gleiche Lebensbedingungen in ganz Bayern sorgen zu wollen. "Warum brauchen die dann einen Landesentwicklungsplan, wenn sie so gut regiert haben wollen?", fragte Kellner und bedauerte, dass die "Schwarzen" die Region abgehängt hätten. Christian Ude habe auch einen Blick für den ländlichen Raum.
Leidenschaftliche Schlussworte sprach Vorsitzender Johann Brandl. "Wir bleiben auch in der Opposition mutig und standhaft. Wir kämpfen weiter, wir stecken den Kopf nicht in den Sand. Ich bin nicht bereit, aufzugeben." Für die kommenden Wahlen forderte er Zusammenhalt und die Mobilisierung aller Kräfte. "Wir müssen die Leute aufrütteln."

Schulden verdoppelt

Mit seiner Haushaltsrede im vergangenen Jahr habe er recht gehabt. "Seit elf Jahren werden die Rücklagen der Stadt weniger, die Schulden haben sich in dieser Zeit verdoppelt." Auch künftig werde er sich nicht scheuen, gegen den Haushalt zu stimmen, wenn er merke, dass die Mehrheit des Stadtrates falsch entscheide. "Wir übernehmen Verantwortung für die Bürger, auch deshalb habe ich den Haushalt abgelehnt."

Für die Kommunalwahlen kündigte Brandl eine Liste an, mit der die Möglichkeit bestehen werde, die Mehrheit im Stadtrat wieder zu ändern. "Ehrlichkeit und Standhaftigkeit sind unser Ziel. Wenn der Bürger dies erkennt, muss er einen anderen Weg als in der Vergangenheit einschlagen", sagte Brandl. In Christian Ude sehe er den richtigen Mann, um Bayern nach vorne zu bringen. "Ude setzt sich für die Schwachen ein, davon bin ich überzeugt."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.