SV Mitterteich gibt gegen Oberkotzau in der Nachspielzeit den Sieg aus der Hand
Ausgleich in der 92. Minute

Stefan Meisel erzielte zwei Treffer, aber die reichten dem SV Mitterteich gegen die SpVgg Oberkotzau nicht zum Sieg. In der Nachspielzeit glichen die Gäste zum 2:2 aus. Von links: Sebastian Pickel, Stefan Meisel, Martin Bächer (verdeckt) und Robin Schörner. Bild: Cyris
Lokales
Mitterteich
04.05.2013
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Das direkte Duell im Kampf um den Klassenerhalt zwischen dem SV Mitterteich und der SpVgg Oberkotzau endete am Freitagabend 2:2 und brachte damit beiden Mannschaften jeweils einen Punkt. Damit haben beide 40 Zähler auf ihrem Konto. Wie wichtig dieser Punkt in Sachen Liga-Zugehörigkeit ist, wird sich bei der Endabrechnung zeigen.

Für die Oberkotzauer jedenfalls war an der Marktredwitzer Straße in Mitterteich in den Schlusssekunden der kampfbetonten und interessanten Partie "Weihnachten Anfang Mai". Philip Mölter erzielte mit einem Freistoß aus gut 35 Metern in der 92. Minute den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Der aus schräger Distanz abgefeuerte Ball setzte auf und zischte halbhoch in die Stiftländer Maschen. Die Gäste waren nach diesem Treffer aus dem Häuschen, die Hausherren restlos bedient.

Beide Teams spielten engagiert, standen sich einige Zeit auf den Füßen und deshalb kam kein Spielfluss auf. Die erste gefährliche Aktion der Platzherren kam in der 12. Minute von Männl, aber Keeper Reichenberger packte sicher zu. Acht Minuten danach klingelte es im SpVgg-Kasten. Meisel entwischte Specht mit einem mächtigen Antritt, der Rettungsversuch von Pickel ging ins Leere und das 1:0 war perfekt. Kurze Zeit später jagte Meisel das Leder aus spitzem Winkel über die Querlatte. Nachdem Wunderlich seinen Meister in Torhüter Eckert gefunden hatte, sorgte er später per Bogenlampe aus etwa 20 Metern für das 1:1. Kurz darauf rettete Zettl in höchster Not gegen Eichner. Für einige Zeit fanden die Einheimischen den Faden nicht mehr, sie zeigten Wirkung.
Die zweiten 45 Minuten brachten Spannung pur. Es kam wiederholt Hektik auf, denn beide Teams suchten die Entscheidung. Sie verdienten sich für ihr couragiertes Auftreten ein Sonderlob, in Sachen Kondition gab es hüben und drüben keinerlei Mängel. Die Gäste hatten plötzlich Oberwasser, Mitterteich zwei Mal Glück: Wunderlich scheiterte am Pfosten und als Göcking servierte, war die Stiefelspitze von Eichner einen Millimeter zu kurz. Die Oberpfälzer wackelten und Oslovic musste den immer wieder mit nach vorne preschenden Wohn bremsen. In der 70. Minute zögerte Broschik im Gästestrafraum viel zu lange mit dem Abschluss und Meisel zwang Reichenberger per Schrägschuss zum Nachfassen. Als sich Hösl durchgesetzt hatte, verhinderte Wallochny einen Treffer. Dann kam die 86. Minute: Meisel erwischte einen weiten Pass, eilte frei auf Reichenberger zu und tunnelte diesen zum 2:1. Der Jubel im Mitterteicher Lager war groß. Der SVM hatte den Sieg vor Augen, aber es sollte nicht sein. "Nicht aufgeben", rief SpVgg-Coach Atanasow. Seine Jungs taten ihm den Gefallen und wurden mit dem durchaus verdienten Ausgleich belohnt.
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