Erweiterung der Behindertenwerkstätte
Auf der Liste ziemlich oben

Die Behindertenwerkstätte St. Elisabeth soll um 18 Plätze erweitert werden. Über das 2,5 Millionen-Euro-Projekt informierten sich jetzt die CSU-Mandatsträger. Mit dabei waren (von links) JU-Kreisvorsitzender Matthias Grundler, Angela Burger, 2. Bürgermeister Stefan Grillmeier, Bezirksrat Toni Dutz, Bürgermeister Roland Grillmeier, MdB Albert Rupprecht, Werkstattleiter Josef Fick, MdL Tobias Reiß, MdB Reiner Meier, Inge Härtl, Ludwig Spreitzer und Diplom-Sozialpädagoge Maximilian Schmid. Bild: jr
Politik
Mitterteich
02.01.2017
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Sprichwörtlich aus allen Nähten platzt die Förderstätte in der Behindertenwerkstätte St. Elisabeth. Die 18 Förderplätze sind mit 26 Personen belegt. Jetzt soll die Einrichtung um weitere 18 Plätze ausgebaut werden.

Für die Erweiterung der Kapazitäten auf dann 36 Personen ist ein Investitionsvolumen von rund 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Nach dem Willen der Werkstattleitung soll 2017 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Förderanträge sind bereits gestellt. Die Behindertenwerkstätte zählt aktuell 215 Mitarbeiter.

Jetzt informierten sich CSU-Mandatsträger über das Bauvorhaben. "Die Planungen sind abgeschlossen, Baureife liegt bereits vor", sagte Werkstattleiter Josef Fick zu den Politikern aus Bund, Land, Bezirk und Kreis. Der Bedarf für die Erweiterung sei dringend gegeben. Josef Fick bat die Politiker um Unterstützung im Förderverfahren. "Wir Oberpfälzer sind sehr bescheiden. Manchmal blicken wir schon mit etwas Neid nach Oberbayern, wie schnell dort gebaut wird", sagte Fick. MdL Tobias Reiß sicherte seine Unterstützung zu. Reiß betonte, dass es bei den Regierungen eine Prioritätenliste gibt, nach deren Reihenfolge die Bauten errichtet werden. Reiß hoffte, dass Mitterteich in diesem Jahr mit dabei ist. "Ich weiß, dass Mitterteich auf der Liste ziemlich oben steht", sagte Reiß, der sich im Hinblick auf den Baubeginn recht zuversichtlich zeigte.

Verordnungen und Erlasse

Weiteres Thema war die Zunahme an Verordnungen und Erlassen in der täglichen Arbeit. Die psychische und physische Belastung der Mitarbeiter ist sehr groß, sagte Fick. Bürgermeister Roland Grillmeier dankte den Politikern für ihre Unterstützung beim Ausbau der Inklusion in Mitterteich. Als nächstes Projekt nannte er die Erweiterung von Wohnraum für die Mitarbeiter der Werkstätte. Grillmeier nannte es wichtig, dass die Menschen mit Handicap eine Arbeit und auch geeigneten Wohnraum haben. Die Stadt selber bietet sogar einen Außen-Arbeitsplatz an. Grillmeier dankte der Werkstattleitung für ihren Einsatz das ganze Jahr über und bescheinigte Werk- und Förderstätte eine tolle Entwicklung. "Das ist auch eure Leistung." Josef Fick bedauerte etwas, dass es im Landkreis Tirschenreuth so wenig Arbeitgeber gibt, die mit der Werkstätte zusammenarbeiten. Diplom-Sozialpädagoge Maximilian Schmid wusste, dass derzeit neun Außen-Arbeitsplätze bestehen. Sein Wunsch war es, dass vor allem Behörden mehr Mitarbeiter mit Handicap aufnehmen.

Wohlfühl-Atmosphäre

Freilich, so Schmid, fühlten sich die Mitarbeiter in der Werkstätte ausgesprochen wohl. "Auch weil es bei uns ein soziales Leben gibt." Bürgermeister Roland Grillmeier war es wichtig, dass sich die Mitarbeiter wohlfühlen. Im Namen aller Mandatsträger versicherte er den Verantwortlichen der Werkstätte, dass ihre Arbeit sehr geschätzt wird. Ludwig Spreitzer betonte, dass Inklusion nicht erzwungen werden könne. Auch er lobte die ausgesprochene Wohlfühl-Atmosphäre in der Werkstätte St. Elisabeth.

Wir Oberpfälzer sind sehr bescheiden. Manchmal blicken wir schon mit etwas Neid nach Oberbayern, wie schnell dort gebaut wird.Werkstattleiter Josef Fick
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