SPD besucht Rettungswache
Sorgenfalten beim BRK

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Eine Delegation der SPD besuchte zum Jahreswechsel die Rettungswache in Mitterteich. Der Generalsekretär der Bayern-SPD, MdB Uli Grötsch (Mitte), und MdL Annette Karl (Sechste von links) informierten sich über anstehende Probleme und Entwicklungen. Bild: kro
Politik
Mitterteich
04.01.2018
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BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl nimmt beim Besuch der SPD in der Rettungswache kein Blatt vor den Mund. Er sieht Probleme auf den Verband zukommen, die grundlegende Änderungen erforderlich machen.

Zum Jahreswechsel informierte sich die SPD in der Mitterteicher Rettungswache über die aktuelle Situation. BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl wartete mit einer alarmierenden Entwicklung auf. Die Menschen würden immer älter. Die Pflege der Alten und Kranken könne irgendwann nicht mehr gewährleistet werden, wenn nicht etwas Grundlegendes passiere.

Anlass zur großer Sorge sei die Tatsache, dass es kaum mehr Fachkräfte für soziale Berufe auf dem deutschen Markt gebe. Der Markt sei desaströs. Man könne dieses Problem nicht mehr lange vor sich herschieben. Lösungen müssten gefunden werden.

Gute Pflege, so Schedl, funktioniere nur, wenn Menschen auf Menschen eingehen. Lösungsansätze für die Zukunft seien jedoch noch nicht gefunden. Zwar versuche man aktuell, diese Problem mit ausländischen Pflegekräften zu lösen, auf Dauer sei dies jedoch kein Ansatz. Schedl betonte, dass alle gefordert seien, sowohl die Gesellschaft als auch die Politik.

MdB Uli Grötsch meinte, dass das Thema Pflege eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft sei. Ein Thema, das die Politik schon viel zu lange vor sich herschiebe, betonte er freimütig. Bosnische Altenpfleger sollten zuhause die Menschen pflegen statt hier in Deutschland. Die alten Menschen bräuchten einheimische Pfleger, die auch die Sprache verstehen. Deshalb sei es wichtig, die Pflegeberufe attraktiver zu machen. Der bayerische SPD-Generalsekretär erklärte, dass das Thema Pflegeberufe ganz oben auf seiner Agenda stehe.

MdL Annette Karl verwies zunächst darauf, dass die Realisation der Rettungswache in Mitterteich nicht ganz einfach gewesen sei. Weiter betonte sie, dass der Fachkräftemangel im gesamten Gesundheitsbereich aktuell sei. Auch sie forderte, gegenzusteuern. Pflegeberufe müssten besser bezahlt und die Rahmenbedingungen geändert werden. Brigitte Scharf verwies darauf, dass es für alte Menschen zu wenige Wahlformen gebe. Wachleiter Raimund Köstler führte anschließend die Gäste durch die Rettungswache.
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