08.12.2016 - 02:10 Uhr
MitterteichSport

Fußball Landesliga Nordost Übermacht der Mittelfranken

Die Vereine aus dem Bereich Nürnberg/Fürth/Erlangen dominieren das Geschehen in der Landesliga Nordost. Erst auf Rang neun liegt mit dem TSV Neudrossenfeld das erste Team, das nicht aus Mittelfranken kommt. Der SV Mitterteich, einziger Vertreter aus der Oberpfalz, überwintert auf Platz 13.

Der SV Mitterteich und der FC Vorwärts Röslau überwintern in der Landesliga Nordost punktgleich auf den Plätzen 13 und 14. Das Bild Manuel Dürbeck (rechts) beim Mitterteicher 2:1-Erfolg in Röslau. Bild: Gebert
von Autor CHAPProfil

Ein Blick auf die Tabelle der Landesliga Nordost unterstreicht die Vormachtstellung der mittelfränkischen Vereine. Andreas Lang, der Trainer des SV Mitterteich, kennt die Gründe: "Die Klubs aus dem Nürnberger Raum verfügen über weitaus mehr finanzielle Mittel als der Rest der Liga. In diesem Ballungsgebiet tummeln sich eine Menge hervorragend ausgebildeter Spielern, die schon höherklassig aktiv waren. Da ist es leicht, sie zu verpflichten, während sich die Vereine aus dem oberfränkischen Raum in unteren Klassen nach Verstärkungen umsehen müssen."

Aufgrund dieser Leistungsdichte werde es in ein paar Jahren nur noch ganz wenige Vereine aus Oberfranken in der Landesliga geben, ist Lang überzeugt. "Ich glaube, dass es am Ende der Saison mindestens zehn Punkte Unterschied zum besten oberfränkischen Team sein werden", malt er ein düsteres Bild. Momentan hat der Neunte TSV Neudrossenfeld fünf Zähler Rückstand auf den Tabellenachten Baiersdorfer SV.

Quelle Fürth Tabellenführer

Die derzeitigen "Top 5" machen für den SV-Coach die Meisterschaft und Rang zwei unter sich aus, wobei Tabellenführer SG Quelle Fürth (1./46 Punkte) die besten Karten in der Hand hält. Als Top-Favoriten auf den Titel hat Lang den FSV Erlangen-Bruck (3./41) auf seinem Zettel. "Das wird auf jeden Fall ein ganz spannender Kampf um die Meisterschaft."

Ab Platz elf, den der ASV Veitsbronn (25) belegt, sieht der SVM-Coach alle Mannschaften in den Kampf um den Klassenerhalt verwickelt. Bezeichnend sei, dass sich bis auf Veitsbronn, den SV Mitterteich (13./21) und Dergahspor Nürnberg (17./15) darunter nur oberfränkische Teams befinden. Nicht abschreiben will Lang Schlusslicht SSV Kasendorf (18./8), obwohl der Rückstand auf Relegationsplatz 16 schon elf Zähler beträgt. "Das wird bis zum Schluss eine ganz enge Kiste", vermutet er.

Als Nachfolger von Reinhold Schlecht hatte sich der gebürtige Hofer Lang die Saison bei seinem neuen Verein schon etwas anders vorgestellt. Aber das permanente Verletzungspech verhinderte mehr als Rang 13, punktgleich vor dem FC Vorwärts Röslau (14./21), der den ersten der drei Relegationsplätze einnimmt. "Teilweise fehlten 13 Leistungsträger, deren Ausfall wir nicht kompensieren konnten. Ferner ließ die Mannschaft oft fahrlässig Punkte liegen. Trotzdem muss ich ihr ein Kompliment machen, dass sie alle Rückschläge weggesteckt hat", erklärte Lang. Die Grundlagen, damit es im neuen Jahr besser läuft, will der SV-Trainer mit einer intensiven Vorbereitung legen. "Ich hoffe, dass wir wieder komplett sind und somit weiter zusammenwachsen können. Nie hatte ich in der bisherigen Runde zwei Mal hintereinander den gleichen Kader zur Verfügung. Das oberste Ziel ist für uns natürlich der Klassenerhalt. Und den schaffen wir", ist Lang felsenfest überzeugt.Tabelle

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.