Fußball: Tagung der Kreisligen
Helgert lässt seinem Ärger freien Lauf

Sport
Mitterteich
07.07.2017
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Klaus Helgert, der Spielleiter des Fußballkreises Hof/Wunsiedel/Tirschenreuth (Kreis 3), wirkte bei der Sommerarbeitstagung der Kreisligen Nord und Süd in Mitterteich spürbar angefressen. Grund dafür waren die teils heftigen Turbulenzen in Zusammenhang mit den Spielklasseneinteilungen, die an seinem Nervenkostüm gezehrt haben.

"Was in den letzten Wochen abgelaufen ist, ist teilweise eine Frechheit", ließ Helgert seinem Ärger freien Lauf und beklagte, dass viele Vereinsfunktionäre nicht über ihren eigenen Tellerrand schauen wollen oder können. "Das ging oft weit unter die Gürtellinie", kommentierte er den Schriftverkehr, den er von einigen enttäuschten Vereinen erhalten hat. Sogar den Vorwurf der Mauschelei musste Helgert über sich ergehen lassen. "Die Einteilung der beiden Kreisligen wird jedes Jahr zur Herkulesaufgabe", ließ er die Vereinsvertreter wissen und erinnerte an den gescheiterten Versuch, vier nahe an der A93 gelegene Nordvereine in die Kreisliga Süd einzugliedern. So blieb dem Kreisspielleiter nichts anderes übrig, als nach den Bestimmungen der Spielordnung vorzugehen und die beiden Vereine mit der geringsten Fahrstrecke und Fahrzeit in den Süden zu versetzen. Dies sind der FC Rehau und der FC Schwarzenbach.

Kritik in Richtung der aufmüpfigen Vereine gab es auch vom Bezirksvorsitzenden Karlheinz Bram: "Die Einteilung der Spielklassen ist leider Gottes kein Wunschkonzert." Wegen der ständigen Proteste und durch fehlerhafte Mannschaftmeldungen bedingte Änderungen der Spielklasseneinteilungen konnten die Spielpläne für die bevorstehende Saison erst am vergangenen Mittwoch fertiggestellt werden. Kostenfreie Beantragungen von Spielverlegungen sind bis Sonntag, 9. Juli, möglich.

Ein weiteres Thema, das Helgert Sorgen bereitete, ist die ständige Diskussion wegen der Relegationsspiele. Angefangen von Zweifeln über die Notwendigkeit bis hin zu Beschwerden über die Ansetzungen musste er sich häufig mit Klagen beschäftigen. Anhand von einigen Zahlen unterstrich Helgert aber den Sinn und Zweck solcher Spiele. So sind in diesem Jahr auf Kreisebene fast 20 000 Euro in die Kassen der beteiligten Vereine geflossen.

Genug Vereine im Totopokal

Die Auf- und Abstiegsregelung bleibt in der Saison 2017/18 unverändert. Die Meister der beiden Kreisligen steigen direkt in die Bezirksliga Oberfranken Ost auf, die Tabellenzweiten erhalten eine Chance über die Relegation. Jeweils zwei Mannschaften steigen direkt in die Kreisklassen ab, die 13. und 14. beider Kreisligen kämpfen mit den Kreisklassen-Vizemeistern um freie Kreisliga-Plätze. Beim Totopokal zeigte sich Gruppenspielleiter Peter Kempf erfreut, dass sich wieder ausreichend Vereine angemeldet haben, um die Wunschzahl von 16 Vorrundengruppen erstellen zu können.

Halle: Geringes Interesse

Auf ziemlich geringes Interesse ist bisher die Hallenkreismeisterschaft gestoßen. Nur 25 Vereine hatten sich für den kommenden Winter angemeldet, drei sind während der Tagung hinzugekommen. Gruppenspielleiter Stefan Wühr wies darauf hin, dass der bayernweit vorgegebene Meldeschluss 15. September für eine rechtzeitige Hallenreservierung zu kurzfristig sei und bat daher um weitere Anmeldungen bis zum 1. August. Beginn der Kreismeisterschaft ist am 2. Dezember, das Kreisfinalturnier steigt am 6. Januar in Helmbrechts. In der Futsal-Bezirksliga spielen aktuell sieben Vereine aus dem Kreis 3 mit.

Das ging oft weit unter die Gürtellinie.Kreisspielleiter Klaus Helgert zur Kritik der Vereine an der Einteilung der Kreisligen
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