Landesliga Nordost
Wieder kein Sieg für Mitterteich

Der Mitterteicher Martin Bächer (links) im Duell gegen den Schützen des 0:1, Louis Engelbrecht. Bild: hho
Sport
Mitterteich
21.04.2017
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Kurz nach dem Schlusspfiff sieht sich Andreas Lang, Trainer des SV Mitterteich, nicht in der Lage, das 2:2 gegen den TSV Neudrossenfeld einzuordnen. Deshalb bemüht er den alten Spruch "Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel."

In der Tat, das Remis bringt die Stiftländer in deren heiklen Situation nicht entscheidend weiter. "Aber wer weiß, vielleicht ist der Punkt am Schluss noch Gold wert." Kollege Werner Thomas war mit dem Remis einverstanden, hielt doch die stolze ungeschlagene Serie seiner Truppe in diesem Jahr an. Nach fünf Siegen und einem Unentschieden traten die Gäste dementsprechend selbstbewusst auf. Über die gesamte Spielzeit zeigten sie die reifere Spielanlage und gingen schon früh in Führung.

Voraus ging ein gravierender Abwehrfehler der Heimelf. Aus zehn Meter hatte Louis Engelbrecht keine Mühe, SV-Keeper Fabian Scharnagl zu überwinden. Aber die Hausherren drängten vehement auf den Ausgleich. Schlampige Abspiele standen ihren Bemühungen jedoch im Weg.

Erst eine feine Einzelleistung von Marc Müller brachte den verdienten Ausgleich. Auf engstem Raum trickste er zwei Gegenspieler aus, sein Schuss landete unhaltbar für Gästetorwart Tobias Grüner im Winkel. Effektiv waren beide Mannschaften, denn mehr als diese Möglichkeiten brachten sie in Halbzeit Eins nicht zusammen. Etwas munterer gestaltete sich die Partie nach dem Wechsel. Die ersten guten Chancen vergaben die Stiftländer. Christian Hösl brachte aus kurzer Distanz das Leder nicht unter Kontrolle, danach war TSV-Torwart Grüner bei einem Kopfball von Stefan Meisel noch mit den Fingerspitzen dran. Mitte der zweiten Halbzeit erarbeiteten sich die Oberfranken mehr Spielanteile und tauchten immer wieder gefährlich vor dem heimischen Kasten auf. Einen Schuss von Daniel Hacker wehrte SV-Torwart Fabian Scharnagl zur Ecke ab. Nach dieser rettete Matthias Männl auf der Torlinie.

In der 79. Minute jedoch war es dann so weit. Eine weite Flanke von rechts fand Sebastian Lattermann. Mit dem Kopf wuchtete er das Leder unhaltbar in die Maschen. Über die gesamte Spielzeit war der Torjäger fast nicht zu sehen, aber im richtigen Moment zur Stelle. Die Freude dauerte nicht lange, denn schon vier Minuten später traf der lange verletzte Manuel Dürbeck aus spitzem Winkel, mit Hilfe des Innenpfosten, ins lange Eck. In einer hektischen Schlussphase, an der auch Schiedsrichter Manuel Doneff nicht unbeteiligt war, sah zunächst Stefan Kolb die Gelb-Rote Karte und rettete SV-Torwart Fabian Scharnagl gegen Claudio Bargenda mit einer Glanztat das unterm Strich gerechte Unentschieden.

Nach der ersten Aufregung über den katastrophalen Platz, auf dem kein normales Fußballspiel zustande kommen kann, war Gästetrainer Werner Thomas mit dem Auftritt seiner Truppe einverstanden. "Man hat gesehen, dass der Druck bei uns weg ist. Eigentlich dürften wir uns die zweimalige Führung nicht mehr nehmen lassen." Voll des Lobes war Kollege Andreas Lang ob der Moral seiner Mannschaft. "Trotz zweier dummer Gegentore hat sie sich nicht aufgegeben und Reaktion gezeigt."
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